#playlist_ 10ForAMonth – January2K17

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Musik

Meine erste Playlist für 2017!

Und wieder werde ich versuchen, jeden Monat eine zu erstellen. Aber seht es mir nach, wenn es nicht immer klappt.

Die Liste ist dieses Mal geprägt von Gedanken und Gefühlen, die mich typischerweise über den Jahreswechsel/zum Jahresanfang bewegen. Bei mir ist es immer so eine Kombination aus Rückschau und nach vorne schauen und deswegen auch immer ein Schwanken zwischen Melancholie und Zuversicht. Sicher geht es euch allen so oder ähnlich. Und vielleicht helfen euch die Stücke in der Liste dabei, die Gedanken fließen zu lassen und in Worte zu fassen, was Euch bewegt und was ihr von dem Neuen Jahr erwartet. Und was immer uns erwartet in diesem Jahr, Musik wird uns begleiten, in den schönen wie in den traurigen Momenten.

Es sind eher ruhige Sachen dieses Mal. Besonders bewegt hat mich das erste Stück. Die Stimme des Alten am Anfang. Fast egal, was er wirklich sagt. Man kann es irgendwie erspüren.

Im Nachhinein stelle ich fest, dass mir einige Songs von Filmen reingerutscht sind („Eat Pray Love“ – Better Days, „Her“ – The Moon Song, „Cloud Atlas“ – Cloud Atlas Finale). Liegt sicher daran, dass man über den Jahreswechsel etwas mehr Filme schaut als üblich.

Vielleicht fallen die Beatles in der Liste zeitlich etwas aus der Reihe. Aber letztens habe ich eine Beatles-Platte aufgelegt und da kam es plötzlich, und es hat mich ganz heftig erwischt. „The Long and Winding Road“ passt wohl grad ganz gut zu meinem Leben(eher der Titel als der Text) und wie Paul McCartney es singt, kaum zu vermeiden, dass es einen berührt.

#flashlight_ „Bereite Dich, Zion“ – Weihnachtsoratorium v. J.S. Bach

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Gesellschaft / Musik

Zion, hier als „das Volk“ gemeint, soll sich auf die Ankunft Jesu vorbereiten. Ich mag Euch heute diese Arie einfach hier einstellen, weil Sie vielleicht in diesen schlimmen Tage etwas Trost spenden kann. Zudem empfinde ich sie als wunderschönes Liebes“lied“, auch wenn ich nicht weiß, ob es in diesem Zusammenhang wirklich so gemeint ist. Aber, wie heißt es immer so schön: Der Empfänger bestimmt die Botschaft. Und das mache ich in dem Falle einfach mal so.

#playlist_ 10ForAMonth – November2K16

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Musik

Nun doch wieder der Monats-Endspurt. Aber immerhin noch rechtzeitig schaffe ich es, die November-Playlist einzustellen. Dieses Mal bin ich wieder sehr deutsch-lastig…hm…ok…es sind NUR deutsche bzw, deutschsprachige Songs. Irgendwie hat es sich in den letzten Wochen so ergeben. Die Stücke kamen einfach zusammen und am Ende stellte ich fest, dass sie alle zu unterschiedlichen Situationen in meinem Leben passen. Sei es in Bezug auf Beziehungen, Job-Situationen, Sinn-Suchen oder manchmal einfach länger anhaltenden Stimmungsphasen (high or low). Manche der Lieder begleiten mich schon seit Jahrzehnten (Oh Gott!) und tauchen immer wieder auf, nehmen Platz und gehen auch wieder.

Eines ist ganz neu, jedoch weiß ich jetzt schon, dass es mich sehr lange begleiten wird. Es ist „Alles Gute“ von dem jungen, momentan überall auftauchenden, aus meiner Sicht super talentierten Schweizer FABER.

Für mich ist es dieses Mal eine Liste, die ich mir am liebsten für immer aufheben möchte. Die Lieder werde ich mir auf jeden Fall auf einen Stick ziehen. Vielleicht muss auch jemand dran glauben und sie als Weihnachtsgeschenk ertragen,

 

#flashlight_ ROMEO & JULIA auf arabisch/deutsch – und das in Dresden!

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Gesellschaft / Kunst / Literatur / Politik

Wer in Dresden ist, dem sei dieses Stück im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden empfohlen. Es zeigt die Geschichte vom alten Shakespeare neu unter dem Flüchtlingsaspekt und spricht sowohl Jung und Alt an. Und das mit ausschließlich jugendlichen und jungen (jeweils tollen) Schauspielern aus Deutschland und dem arabischen Raum! Die Texte sind in arabisch und deutsch und werden jeweils mit Untertiteln verständlich gemacht. Toll gemacht!

http://www.staatsschauspiel-dresden.de/home/romeo_und_julia_buergerbuehne/beschreibung/

#playlist_ 10ForAMonth – October2K16

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Musik

Trotz schöner Sonne draußen und einfach tollem Herbstwetter kommt heute eine etwas eher melancholischere Playlist. Die Listen „arbeiten“ bei mir ja immer eine Zeit lang und sind deswegen eher ein Spiegel der letzten Wochen, manchmal Monate. Melancholisch ist bei mir aber nicht gleichbedeutend mit traurig. Ab und zu ist es einfach schön, an grauen nassen Tagen diese Art von Musik zu hören und sich der dadurch erzeugten Stimmung hinzugeben.

Zugegeben, ein sehr düsterer Anfang. Aber ihr kennt den Hintergrund und bei dieser Geschichte kann man nichts anderes als Düsternis erwarten. Trotzdem mag ich seine Stimme dabei, wie sie trotz allem immer wieder aufhellt. Unglaublich, wie er das schafft.

Beim ersten Hören dachte ich, es wären The National. Umso überraschter war ich, dass es eine Band war, von der ich zumindest bisher noch nichts gehört hatte. Auf Ihrer Seite sehen die Jungs von My Jerusalem ziemlich cool aus und ich freue mich auf mehr von ihnen.

Mein Gott! Wer sollte so einen Titel besser singen können als er, im Alter, die Stimme teilweise brüchig, voller Erfahrungen, ergreifend, liebes- und leidvoll. Schön, dass Will Oldham ihm den Titel dafür überlassen hat.

Unglaublich! Wie konnte man schon 1997 solche Musik machen, die heute immer noch so präsent und hörbar ist. Ich konnte damals nicht genug bekommen…die ganze Platte war damals für mich eine einzige Offenbarung. Seitdem begleiten mich Radiohead, zum Glück immer noch.

Ich finde, One von U2 schließt sich richtig gut an. Es rührt mich bei jedem Hören, egal wie oft, egal seit wann, egal wie lange noch. Es ist einfach furchtbar schön perfekt.

Scheinbar bin ich grad in der 90er Schleife. Der Rolling Stone hatte mich in einer der letzten Ausgaben inspiriert. Es war ein wirklich tolles Musikjahrzehnt. Und REM gehören ganz sicher dazu. Walk Unafraid ist nicht das bekannteste, aber für mich trotzdem eines ihrer schönsten Lieder. Es baut sich auf und nimmt einen mit, gibt einem Mut.

Mit den Tindersticks hatte ich damals ehrlicherweise gar nichts am Hut. Ich kannte sie nicht mal. Dieses Lied hat mich jedoch letztens beim ersten Hören gleich nicht mehr losgelassen. Die Stimme zu Beginn, die später einsetzenden Streicher, der schöne Titel. Alles zusammen einfach passend.

Elliot Smith mit seiner zerbrechlichen Stimme passt heute gut hier rein. Ein wenig wie Waltz #2 ist Between The Bars, immer gut für die Nacht und die Dunkelheit und das Gefühl, manchmal allein zu sein, aber eben nur manchmal.

Der oft lustig aussehende Eels macht ja nicht wirklich „lustige“ Musik. Er hat einfach eine tolle Stimme, bisschen verzweifelt wirkend manchmal, um das traurige Ende wissend und trotzdem weiter gehend.

Und mit dem letzten Lied verlassen wir die 90er und kehren zurück ins Jahr 2016. Avec ist wirklich eine schöne Entdeckung. Mit „Granny“ hatte ich sie schonmal auf einer meiner letzten Listen. Und auch wenn ich gern vermeide, gleiche Künstler zu oft auf einer der Listen erscheinen zu lassen, so konnte ich nicht umhin, die Regel mit diesem Lied zu brechen. Dead schließt die Liste einfach passend für mich ab.

Genießt den Herbst, grau, nass und kalt…aber eben auch bunt!

#article_ Alles inklusive – Film von Doris Dörrie

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Film / Gesellschaft

Gestern Abend bin ich echt erst spät aus dem Büro gekommen und brauchte einfach mal irgendwas im TV, um bisschen runterzukommen. Auf ZDF kam Lanz (wie immer irgendwie), der würde mir aber sicher nicht helfen. Weiter zur ARD, und da waren gleich in einer ersten Szene einige meiner lieberen Schauspieler zu sehen. Da blieb ich also hängen und ließ den Film laufen, er hatte scheinbar auch grad erst angefangen. Es war der oben genannte.

Erst heute im Nachhinein habe ich gesehen, von wann und wem der Film war, auch habe ich heute erst die eher mittelmäßigen Kritiken gelesen. Wie immer bei sowas, alles Geschmackssache.

Ob der Film jetzt technisch und dramaturgisch gut war?! Keine Ahnung! Zu Doris Dörrie kann man ja auch so oder so stehen. Ich jedenfalls war am Ende des Films sehr glücklich, dass ich ihn mir angeschaut habe und er hatte mich einfach auch schön berührt. Vielleicht passte er ja auch grad gut zu meiner Stimmung, wer weiß das schon so genau.

Ich mag Euch jetzt nicht die Handlung lang und breit beschreiben und wer die guten Schauspieler waren. Das könnt ihr gern alles hier nachlesen. Aber ich mag Euch sagen, warum mir der Film gefallen hat.

Allein dass die Musik von Sven Regner war, ist ja schonmal ein guter Anfang. Und irgendwie passt seine Musik auch zu den Menschen und Vorkommnissen in diesem Film. Etwas skurril eben.

Die Figuren sind gut gezeichnet und werden von den jeweiligen Schauspielern (fast allen zumindest) einfach gut, oft rührend und schön authentisch dargestellt. Und auch wenn sie (also die Figuren im Film und nicht die Schauspieler) im Grunde alle mehr oder weniger gescheiterte Existenzen sind (was man zumindest im Allgemeinen so dafür hält), so werden sie nie zur Schau gestellt oder dem Zuschauer ausgeliefert. Manches ist ab und zu sicher überzogen, aber Film sollte das ja auch dürfen. Nichtsdestotrotz denkt man oft…oh Mann…wie bekloppt…aber ja…kann schon sein…kann es dir nicht selber auch mal so gehen?! Die Menschen kommen einem einfach nah.

Wer sich manchmal Gedanken darüber macht, inwieweit und vor allem wie lange die Eltern für das eigene Leben verantwortlich gemacht werden können (oder eben auch nicht) … wer es mag, Ambivalenzen in manchmal konfusen Leben zu beobachten, wie sie ausgehalten bzw. auch ausgelebt werden (und das für sein eigenes Leben zu spiegeln) … wer es mag,  sich damit auseinanderzusetzen, wie relevant Vergangenheit für Gegenwart und Gegenwart für Zukunft ist (oder andersrum)…dem sei der Film wirklich empfohlen! Außerdem gibt es viele kleine Szenen und Gesten, die einfach schön eingefangen und rührend sind.

Nicht alles ist immer zu Ende erzählt, manchmal etwas viele Stränge, nicht alles ist immer genau erklärt. Aber da der Film ja eher für Erwachsene gemacht ist, so kann man ihn vielleicht ja auch nicht nur als Antwort auf irgendwelche Fragen sehen, sondern vielleicht als Anregung weiter zu denken und sich Fragen zu stellen. Habt Spaß damit!