Das Glück

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Das Glück ist wie ‘ne Qualle!

NEIN! Nicht der Geruch. DAS wär’ ‘ne Falle!

 

Versuchst Du sie zu fassen,

dabei im Meer zu lassen,

die Hände warm zu formen,

als gäb’ es keine Normen…

…dann, falls keine Welle bricht,

das Glück Dir tief ins Herze sticht.

 

P.S.:

OK, keiner will die Qualle in der Hand!

Jedoch die Form ist mit dem Glück verwandt.

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DANGEROUS MINDS

FRANCE / TOLERANCE / IGNORANCE / IMPORTANCE /

FORMIDABLE / MISERABLE / BASTARDE /

BANDIDAS / PEGIDAS /

BIAS

Fire

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Pegida, Je suis Charlie, Journalismus, Politik und…wir!

“Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert” P. Watzlawick

Das Zitat von Paul Watzlawick ist mir die Tage zufällig (zufällig?) mal wieder über den Weg gelaufen. Und es hat mich nachdenklich gemacht. Vor allem aufgrund der schrecklichen Vorfälle in Frankreich, aber auch, nach längerem Nachdenken, hinsichtlich Pegida und vielen anderen gesellschaftlichen Entwicklungen, die gerade in der Welt stattfinden. Ich würde in einigen Fällen Watzlawick widersprechen. Sehr wohl gibt es bei den genannten Themen sehr viele Idioten (also mindestens Idioten), die da unterwegs sind. Und insbesondere bei den Anschlägen in Frankreich ist diese Bezeichnung ja sowieso noch nicht mal angemessen. Aber bei allem, Idiot hin oder her, sie sind es eben “nicht nur”! Es ist mehr. Sie als Idioten abzustempeln hieße, sie zu ignorieren, sind halt Idioten. Hat der Watzlawick also schon Recht. Und außerdem, wo gibt es schon keine Idioten?!

Uns bleibt also nichts anderes übrig, als uns mit ihnen zu beschäftigen, und zwar nicht nur mit Ihnen, sondern mit IHRER WIRKLICHKEIT. Offensichtlich scheint sie sich von der unsrigen, zumindest von der meinen, zu unterscheiden.

Und mit wir meine ich auch mich. Allerdings nicht nur mich, sondern auch die Medien, den Journalismus und die Politik. Und das sollte möglichst so geschehen, dass der eine nicht nur auf den anderen zeigt. Hier hat mich letztens besonders geärgert, was Martin Dulig (Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Sachsen) in einem radioeins-Interview diese Woche gesagt hat. Indirekt beschwerte er sich, dass die Dresdner Bürgerschaft so phlegmatisch sei und auch immer etwas länger brauche, um mal auf die Straße zu gehen. Ich finde solche Vorwürfe insbesondere angesichts der Rolle der sächsischen Politik ggü. den Rechtsradikalen in Sachsen, den Vorkommnissen im Dresdner Fußball und dem Umgang mit Pegida eher unangemessen. Aber…wir wollten ja nicht mit dem Finger auf den anderen zeigen!

Also zu uns! Der Soziologe Jean Ziegler (herrlich: vorgestellt neben seinem Professor für Soziologe als Fahrer von Che Guevara) beschreibt im Spiegel Nr. 2 /2015 ganz gut, wie wir uns heute verhalten und wieso. Auf die sinngemäße Frage, warum uns der Unfall von M. Schumacher mehr bewegt und interessiert als die Ebola-Epidemie in Afrika sagt er:“Die Bürger sind durch die Wirtschaftskrisen, verursacht durch den Banken-Banditismus um 2008 und 2009, verunsichert. Sie sind vollends mit sich und ihren eigenen Verlustängsten beschäftigt. Ich möchte das Mitgefühl für Michael Schumacher nicht kleinreden. Aber ich halte die Hysterie nach seinem Unfall oder auch die “Ice Bucket Challenge” für eine Form von Eskapismus. In solchen Momenten können die Menschen für einen Moment Empathie spüren, ohne wirklich etwas zu riskieren, ohne in ihrem Weltbild erschüttert zu werden.” Ja, scheiß letzter Satz. Hat er wohl Recht, der Fahrer von Che. Und in diesem Sinne geht das ganze Interview. Viele gutes, was er da sagt!

Wie schaut es mit dem Journalismus aus? Schon lange durch das Internet, die Blogs, Twitter etc. unter Druck, nun durch Pegida-Vorwürfe zumindest in Rechtfertigungszwang geraten und die Presse durch die Ereignisse in Frankreich auch noch physisch angegriffen. Ich glaube, man kann von einer Krise für den traditionellen Journalismus sprechen. Ich mag nicht beurteilen, ob zu Recht oder zu Unrecht. Es ist einfach ein Fakt. Und wenn ich mir die diesbezügliche Landschaft in Deutschland anschaue, fallen mir nicht viele Formate / Zeitungen / Zeitschriften auf, die ich als ernsthaft und gehaltvoll bezeichnen würde, die echte Transparenz und sinnvolle Information verbreiten, die fundiert und gut recherchiert berichten. Die Situation des Journalismus beschreibt Bernhard Pörksen ebenfalls im Spiegel Nr. 2 /2015 in seinem Essay. Pörksen, und das ist ein wahrer Zufall, der mir gerade erst im Zusammenhang mit dem konstruktivistischen Zitat von Watzlawick am Anfang aufgefallen ist, hat u.a. Bücher zur modernen Systemtheorie und der Theorie des Konstruktivismus geschrieben. Ich kenne ihn aus “Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners”, indem er ein sehr erhellendes Gespräch mit Heinz v. Foerster führt. Aus meiner Sicht analysiert er die Situation des Journalismus so präzise, dass es atemberaubend ist. Und auch er bezieht sich auf die Andersdenkenden. Am Ende des Essays heisst es:”Aber mit Blick auf die vielen, die anders denken, ist der dialogische Austausch alternativlos, denn eine Demokratie lebt von dem Grundvertrauen in ihre Informationsmedien. Als warnendes Beispiel für den drohenden Diskursinfarkt sind – so gesehen – vielleicht sogar selbst die Verschwörungstheoretiker irgendwie nützlich. Sie machen klar, was auf dem Spiel steht.”

Es ist alles komplex, es ist alles nicht Schwarz-Weiß, es ist manchmal schmerzhaft, es ist mindestens aufwendig und mühsam. Aber es gibt keinen anderen Weg in dieser globalen, enger zusammenrückenden Welt. Wir müssen uns auseinandersetzen! Wir müssen riskieren! Es gibt keine Sicherheit! Und das gilt für Politiker wie Journalisten und … UNS! Wenn wir das nicht tun, wird es mit uns getan. Und dann haben wir keine Wahl mehr! Die Kriege, die Nöte, die Konflikte bleiben nicht da, wo sie heute noch mehrheitlich sind. Sie kommen auch zu uns, mitten ins Herz, sogar nach Paris. Wir können warten oder wir versuchen Lösungen zu finden, dass Sie in Afrika und Asien, in der Ukraine oder auch in Südamerika bekämpft werden und irgendwann vielleicht gar nicht mehr entstehen. Falls nicht…sie werden nicht dort bleiben!

 

 

 

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10ForAMonth – December

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Happy 25 Jahre Mauerfall – Sichtweisen?!

Ich sitze im Zug, draußen ist neblige Dämmerung. Viele mögen das nicht, ich weiß. Aber mir gefällt diese Stimmung! Perfekt, um sich mit dem Mauerfall zu beschäftigen?! NEIN! Natürlich nicht! Auch heute, so viele Jahre danach, kann ich mich täglich über dieses unglaubliche Ereignis und vor allem dessen Folgen freuen. Aber nun wisst ihr wo ich gerade sitze und wie es draußen aussieht.
Nichtsdestotrotz (also trotz der Freude) arbeitete dieses medial omnipräsente Mauerfalls-Wochenende noch in meinem Unterbewusstsein weiter. Ich war neulich gerade auf dem Weg ins Bad, als mir plötzlich etwas bewusst wurde. Ich vergegenwärtigte mir beim Duschen nochmal alle Sendungen, die ich in den Tagen vor dem Wochenende und an dem Wochenende gesehen hatte. Aber nein…es war kein Irrtum. Ich konnte es kaum fassen, aber es war tatsächlich ein Fakt. Es kamen immer nur “Ossis” zu Wort.
Nun habe ich sicher nicht alle Fernsehsendungen und Zeitungsberichte in diesen Tagen gesehen und gelesen, geschweige denn ausgewertet. Es ist also eine rein subjektive Wahrnehmung. Mir fiel wirklich nur eine Ausnahme ein: Bei Günther Jauch war neben dem Grenzoffizier von der Bornholmer Straße, dem unvermeidlichen Vorzeige-Ost-Sänger-Schauspieler (oder andersrum) Jan Josef Liefers und einer damals wie früher äußerst hysterischen, aber deswegen nicht umso weniger mutigen Frau, ein Journalist aus dem sog. Westen in der Runde. Die einzige Rolle, die ihm zukam, war die des Beobachters – damals beim Mauerfall und eigentlich auch da in der Sendung.
Klar sind westdeutsche (1989) Politiker zu Wort gekommen und haben ihre Sicht der damaligen Dinge kundgetan. Sie erzählten, was so hinter den Kulissen lief mit Gorbi und so, etc. Aber Bürger aus dem damaligen Westen kamen nicht zu Wort. Weder indem sie einfach mal zu ihren damaligen Empfindungen befragt wurden, noch dazu, ob sie eventuell auch mit zum Mauerfall beigetragen haben, indem sie ostdeutsche Untergrund- oder kirchliche Bewegungen unterstützt hätten. Und ich bin mir sicher, dass es solche Leute gab. Die einzigen, die aus dem Westen befragt wurden, waren ehemalige “Ossis”, die vor ’89 in den Westen geflüchtet sind und nun als Fluchthelfer o.ä. aktiv waren.

Warum ist das so?

Mir fallen bei längerem Nachdenken nur wenige Gründe ein. Eventuell will man (die Medien/die Politiker) den Ostdeutschen nicht ihren Erfolg streitig machen. Helmut Kohl soll das zwar in seinen aktuellen Memoiren tatsächlich versuchen. Aber er ist ja nun mittlerweile auch schon älter.
Vielleicht wollte man aber auch bloß zu diesem schönen Ereignis nicht die gute Stimmung vermiesen, indem man beispielsweise Bewohner der schönen Grenzstadt Hof (auf bayerischer Seite) befragt, wie sie denn die Monate nach Grenzöffnung insbesondere hinsichtlich der eingeschränkten Mobilität und Einkaufsmöglichkeiten empfunden haben. Nur allzu fair, wie ich finde.
Oder aber, und das würde nun doch zu der November-Stimmung da draußen passen, die Westdeutschen waren damals vielleicht größtenteils nur emotionsneutrale Beobachter, die das Geschehen an der Mauer mal mit mehr oder weniger Erstaunen bzw. Befürchtungen erlebt haben.

Nein, ich kann das einfach nicht glauben! Deswegen wünsche ich mir, dass beim nächsten anstehenden medialen Großereignis dieser Art (03.10.2015!) doch viel mehr Leute aus den alten Bundesländern an Berichterstattung und Meinungsäußerung teilhaben dürfen. Sonst heißt es nachher wieder, der Solidaritätszuschlag wird wieder nur für Ostberichterstattung verwandt (und Merkel und Gauck sind ja eh schon aus dem Osten….).

Wobei, mir fällt gerade ein … gilt Wolf Biermann eigentlich als “Ossi”?

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Umfrage der ZEIT zum Einfrieren von Eizellen

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http://www.zeit.de/2014/44/warum-soll-ich-das-lesen-44

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10ForAMonth – October

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20.000 Days on Earth – Im Leben von Nick Cave

20.000 Days on Earth

Zugegeben…ich weiß nicht, WIE LANGE ich ihn schon mag, diesen schrägen, dunklen Typen. Und deswegen ist alles, was ich jetzt hierüber schreibe, wohl unter diesem Aspekt zu betrachten. Sprich, es wird eher positiv sein.

Wie habe ich mich gefreut, als ich gelesen habe, dass dieser Film kommen wird. Und es war klar, dass ich ihn mir anschauen werde. Und so saß ich gestern in meinem Lieblings-Kino, ein Glas Rotwein in der Hand und um mich herum ihm scheinbar ebenso wohlgesonnene Menschen.

Der Film ist eine Mischung aus Fiktion und Realität. Manchmal weiß man einfach nicht, ist er das nun wirklich oder doch nicht. Es gibt eine Szene, wo er bei einer Art Therapeuten ist. Sie ist berührend, gleichzeitig wirkt er manchmal aber auch aufgesetzt, um gleich im nächsten Moment wieder so tief zu sein, dass es einem die Beine wegzieht. Ich mochte dieses Hin und Her, das Rätseln um ihn.

Bewegend, immer wieder, die Aufnahmen, bei denen man Zeuge davon wird, wie seine Lieder entstehen, textlich wie auch musikalisch. Das alles ist famos und teilweise wirklich mitreißend von den Regisseuren umgesetzt.

Es gibt ein Thema, was sich durch den ganzen Film zieht…er nennt es “Transformation”. Es scheint eine starke Antriebsfeder für ihn und sein Schaffen zu sein. Er will durch seine Kunst jemand anders sein, auf der Bühne zu jemand anderem werden. Und er glaubt, dass das wohl in jedem Menschen steckt. Und das kann ich zumindest aus meiner ganz persönlichen Sicht bestätigen.

Und es passt auch sehr gut zu dem ganzen Film. Man spürt, wie dieser, obwohl sehr schräge, auch eitle, trotzdem unglaublich beeindruckende Typ,  sich konstruiert…sich seine Wirklichkeit konstruiert, damit auch konstruiert, wie er wirkt und was er sein will. Genau deswegen packt mich die Art des Filmes auch. Es ist klar, dass es gar keine “echte” Doku sein will. Es ist eine Konstruktion der Person Nick Cave. So wie er sich gern von anderen sehen lassen will. Und für mich stellt sich damit die Frage (warum eigentlich erst jetzt?!), ob eine Doku, egal ob über Politiker, Musiker, wen auch immer, überhaupt “echt” sein kann. Es wird immer eine Konstruktion sein!

Also sei dieser Film all’ jenen ans Herz gelegt, die Nick Cave lieben und mögen. Sie werden es danach noch mehr tun. Alle anderen können ihn sich trotzdem anschauen, weil er bei aller Fiktion einen kleinen Einblick in das Leben eines Künstlers gibt…dessen Intensität und manchmal auch Besessenheit zeigt, ohne die er vermutlich nicht das geworden wäre, was er heute ist.

Wunderschönes Ende!

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Unternehmen bezahlen Einfrieren von Eizellen – cool!

Apple und Facebook und bestimmt auch noch andere US-Firmen tun das wohl…für Frauen, die bei Ihnen beschäftigt sind. In der FAZ habe ich heute gelesen, dass der Hintergrund dafür die niedrigen Frauenquoten in diesen Firmen seien.
Nun kann man ja geteilter Meinung darüber sein, wie das alles moralisch zu bewerten ist. Aber bei einem Preis von ca. 20.000 $ kann man den Firmen nicht vorwerfen, dass sie an ihren Mitarbeitern sparen. Und vielleicht hilft es ja tatsächlich während des Übergangs, des Übergangs von der heutigen Frauen-Generation, die sich aus der Karriere kickt, wenn sie zwischen 25 und 35 ihre Kinder bekommen…hin zu den neuen Mädels, den neuen Firmen, die Möglichkeiten schaffen, dass es auch mit und trotz und wegen der Kinder möglich ist, eine Karriere weiter zu verfolgen. Wenn diese junge Frauen das denn überhaupt wollen.
Und wenn es dann so weit ist, werden die Firmen den MÄNNERN das Einfrieren ihrer Samenzellen bezahlen. Oder so?!

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WE EXIST

There is so much more we have to give and to feel, Music… our Music reminds us of what we are and what we have and let us feel…that we EXIST!

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