#playlist_ 10ForAMonth – May2K17

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Musik

Diesen Monat bin ich tatsächlich richtig früh dran mit meiner playlist. Mir haben es die letzten Tage und Wochen wieder mehr die deutschsprachigen Titel angetan. Es gibt einfach mittlerweile viele gute davon. Deswegen dieses mal also die Liste unter dem Motto „Deutsche Sprache“. Die meisten davon kennt ihr sicher schon. Für mich eine Neuentdeckung war Pohlmann., von dem man sicher noch mehr hören wird. Tom Schilling ist mittlerweile ja auch in aller Munde und erinnert sehr an Element of Crime. Aber das macht es ja nicht schlechter. Bilderbuch und Faber sind seit einiger Zeit Favoriten von mir und ich hatte sie schon das ein oder andere Mal auf meiner Monatsplaylist. Aber sie bringen auch immer wieder gute Sachen. Mit Rosenstolz will ich einfach nur an die wirklich gute Zeit erinnern, in der sie sehr präsent und aus meiner Sicht einfach toll waren. Beim Hören der Platten von ihnen steigt nach wie vor Bedauern in mir auf, dass es sie als Band nicht mehr gibt.

Habt wieder viel Spaß an den Stücken.

#article_ Wählen in unklaren Zeiten

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Gesellschaft / Politik

Seit einigen Monaten gibt es ja verschiedene entscheidende Wahlen in der Welt. Ich muss sie hier nicht aufzählen, ihr kennt sie.

Aber jetzt am Wochenende ist mir nochmal richtig aufgefallen, dass es eventuell Gemeinsamkeiten zwischen diesen so verschiedenen Wahlen gab und gibt. Interessanterweise sind es nicht unbedingt die Ergebnisse hinsichtlich bestimmter Parteien oder traditioneller Denkhaltungen. 

Zum einen ist sicher offensichtlich, dass die Ergebnisse eher überraschend und nicht so klar vorhersehbar waren. Zum anderen fiel mir aber noch auf, dass es weniger „sowohl als auch“ Entscheidungen der Wähler gibt. Damit meine ich, dass für die Wähler bei früheren Wahlen irgendwie beispielsweise sowohl CDU als auch SPD als Wahlsieger ok gewesen wären. Das zeigte sich an den Ergebnissen, aus denen dann eben die großen Koalitionen entstanden sind.

Scheinbar gibt es jetzt eine „Sehnsucht“ der Wähler nach Klarheit und Positionierung der Parteien. Vielleicht oder sogar sehr bestimmt liegt es gerade an den nun schon seit einer Weile herrschenden eher unsicheren Zeiten. Die Menschen sehnen sich einfach nach mehr Sicherheit, selbst wenn diese nur vermeintlich ist.Und daraus entstehen auch die neuerdings eher extremeren Positionen der Parteien bzw. der zu Wahl stehenden Themen (siehe Brexit).

Das gute (für die Parteien bzw. Interessenvertreter) daran ist, dass es klarere Wahlergebnisse gibt. Klar im Sinne von viel mehr (oder eben auch viel weniger) Stimmen für eine bestimmte Partei. Wie man in Schleswig-Holstein sieht, muss das jedoch natürlich nicht mehr Klarheit für Regierungsbildung heißen. Die andere Seite dieser Entwicklung ist allerdings, dass vor Wahlen nicht ganz klar ist, wer genau von den Wählern diese klaren Mehrheiten bekommt. Das scheint mir das neue an den aktuellen politischen Situationen. Aufgrund der notwendigen klareren Positionierung steigt natürlich das Risiko, dass man sich in der falschen Ecke positioniert und damit komplett daneben liegt (siehe die Grünen, allerdings auch nur im Bund und nicht in Schleswig-Holstein).

Dem Wähler werden echte, abgrenzbare Alternativen geboten. Es geht mir hier nicht darum, welche dieser Positionen nun besser oder schlechter sind (siehe Trump, Brexit, AfD etc.). Das wäre ein weiteres abendfüllendes Thema. Aber scheinbar geht es nicht nur um „einfache“ Lösungen a lá AfD und Le Pen, das zeigen die letzten Wahlergebnisse in den Niederlanden, Frankreich und einigen deutschen Bundesländern auch.

Ich bin mir sicher, dass wir bis zur Bundestagswahl noch einiges an Positionierungsversuchen wie die „Leitkultur-Diskussion“ von de Maizière erleben. Insbesondere die Grünen haben diesbezüglich im Parteienvergleich einigen Nachholbedarf, das zeigen ihre Umfragewerte im Bund.

Ich finde diese Entwicklung trotz allem Für und Wider gut. Und deshalb bin ich in dem Falle mehr für „entweder-oder“ denn „sowohl-als auch“.

#playlist_ 10ForAMonth – April2K17

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Musik

So regnerisch, stürmisch, sonnig, schneereich wie der April war, so waren auch die Lieder, die mir während dieses Monats neu bzw. wieder begegnet sind. Irgendwie war alles dabei in diesem endlich mal wieder typischem April. Eins meiner Highlights ist gleich der erste Song, so viel Gefühl, so viel Schönheit, „After we meet“ von I Have A Tribe hat einfach alles, was einen bei jeder Wetterlage glücklich sein lässt. Habt wieder schön Spaß an der Liste. Auch wenn Sie am Ende doch wieder etwas düster wird. Aber was sollte ich machen?! Am 28.04. hat es den ganzen Tag geschneit und es war kurz über 0 Grad.

#flashlight_ Petry im AfD-Strudel

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Gesellschaft / Politik

Die Videobotschaft von Frau Petry (AfD) ist heute eine wirklich schöne Überraschung, vermutlich sogar sowohl für AfD- UND Nicht-AfD-Sympathisanten.

Also scheinbar ist es wirklich ganz unangenehm an der Spitze der AfD, sodass es da niemand wirklich lange aushält. Oder aber auch Frau Petry hat die parteiinternen rechtsradikalen Kräfte (oh, Entschuldigung – ich meine natürlich den „fundamental-oppositionellen“ Flügel der Partei) unterschätzt und gehofft, ihr politisches  Karrierestreben schneller und leichter durchsetzen zu können Vielleicht war es ihr jetzt einfach auf Dauer ja auch nur zu anstrengend mit diesen ältlichen, uneinsichtigen Kollegen.

Dass dies evt. ein raffinierter Schachzug von ihr sein soll, wie in der Presse auch spekuliert wird, kann ich mir nicht vorstellen (auch wenn das vielleicht sogar ihr Plan war). Dagegen spricht schon die Dauer des Videos. Wer von den AfD-Mitgliedern soll sich bitteschön auf 12 min Botschaft am Stück (ohne Gegröle und Deutschland-Deutschland-Zwischenrufe) konzentrieren können?! 

P.S.: Hier noch der link für die fbs unter euch.

#article_ Ein Buch von Botho Strauss – „Herkunft“

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Literatur

Ich hatte mir das Buch geholt, da ich mich gedanklich aufgrund meiner momentanen Coaching-Ausbildung (natürlich) etwas mehr als sonst mit mir, meiner Familie, meiner Geschichte und demnach auch mit meiner Herkunft beschäftige. Da schien mir die Beschreibung zu dem Buch und (selbstredend) der Titel passend.
Botho Strauss kannte ich schon von einem früher gelesenen Buch („Mikado“), demnach war mir seine Ausdrucksart, sein Schreibstil ansatzweise bekannt. Nichtsdestotrotz schien es mir in diesem Buch, als ob er besonders „gestelzt“ und „kunstvoll“ sein wollte. Dadurch kam ich irgendwie trotz des schmalen Bandes nicht recht vorwärts, das Lesen ging nicht ganz so flüssig. Muss jetzt kein negativer Punkt sein. Oft macht es ja durchaus Sinn, nicht einfach über den Text hinwegzufliegen und „hängenzubleiben“, um auch die Gedanken schweifen zu lassen.
Allerdings, aus meiner Sicht gab es jetzt nicht so viel, an dem man inhaltlich hängen bleiben musste. Es geht hauptsächlich um das Verhältnis des Autors zu seinem Vater und um die Beschreibung von Verhaltensweisen des Vaters und der Interpretation derselben. Rückblenden in die Kindheit von Strauss werden Gefühle gegenübergestellt, die er hat, wenn er „heute“ in die frühere mit den Eltern gemeinsam bewohnte Wohnung geht, diese auflösen muss.
Das alles liest sich wie eine Aneinanderreihung von Gedanken, die Strauss hinsichtlich seiner Herkunft hat. Und für ihn selber ist dies sicher eine gute Sache und sprachlich war er wie gesagt auch anspruchsvoll unterwegs. Jedoch gab es für mich nichts, was mich reingezogen, beteiligt hat beim Lesen. Auch die Figur des Vaters war eine für die Zeit sicher sehr typische. Da kann jetzt niemand was dafür, aber für Außenstehende fehlt aus meiner Sicht etwas der Reiz.
Ich schaute Strauss also bei seiner Reflexion zu. Das kann man machen, muss es aber nicht. Beides ist denkbar, aber beides auch verzichtbar.

MATTHÄUS PASSION, Johann Sebastian Bach

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Kunst / Musik

Wie viel Verrat und Schmerz und Verlust, wieviel Vertrauen und Liebe! Eines der größten, schönsten und bewegendsten Werke!

Choral (nach seinem Tod):

Wenn ich einmal soll scheiden,
So scheide nicht von mir!
Wenn ich den Tod soll leiden,
So tritt Du dann hierfür!
Wenn mir am allerbängsten
Wird um das Herze sein,
So reiß mich aus den Ängsten
Kraft deiner Angst und Pein!

Schlusschoral:

Wir setzen uns mit Tränen nieder
Und rufen dir im Grabe zu: 
Ruhe sanfte, sanfte ruh!
Ruht, ihr ausgesognen Glieder!
Euer Grab und Leichenstein
Soll dem ängstlichen Gewissen
Ein bequemes Ruhekissen
Und der Seelen Ruhstatt sein.
Höchst  vergnügt schlummern da die Augen ein.

#flashlight_ Trump gewinnt die Herzen seiner Patri(di)oten?!

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Gesellschaft / Politik / Wirtschaft

Trump scheint nun nach Innen- und Wirtschaftspolitik die militärischen Teile seiner Arbeit wahrnehmen zu wollen. Der Angriff in Syrien, die Flugzeugträger vor Nordkorea, was bleibt ihm übrig bei den Missetaten der dortigen Despoten?! Wobei natürlich die Frage im Raum steht, warum gerade jetzt. Giftgasangriffe gab es auch früher schon in Syrien. So zynisch wie es klingt, ist es auch. Dort wird seit Jahren jeden Tag gestorben und bisher haben die USA nichts unternommen, also zumindest nicht militärisch. Die Frage stellt sich, welche Grenze dort nun überschritten wurde, die vorher nicht auch schon mehrfach fiel. Wer auch immer diesen Giftgasangriff zu verantworten hat. Er war ein willkommener Anlass, aber sicher kein wirklicher Grund. Hoffentlich soll sein plötzlicher militärischer Aktionismus es nicht nur das innenpolitische und wirtschaftliche Versagen von seinerseits in den ersten Monaten der Amtszeit kaschieren.
Auch dass der kleine, böse Mann in Nordkorea plötzlich ganz schlimm gefährlicher sein soll als die Jahre zuvor scheint unwahrscheinlich. Vielleicht ist das militärische Auftreten Trumps auch gar kein Kaschieren. Bisher schien ihm auch nicht daran gelegen, offensichtlich Unsinniges zu verbergen. Eventuell steht für April auch nur auf seiner noch aus dem Seminar für Zeitmanagement stammenden Checkliste: IRGENDWO MILITÄRSCHLAG!