#playlist_ 10ForAMonth – November2K16

Schreibe einen Kommentar
Musik
Plätze

Nun doch wieder der Monats-Endspurt. Aber immerhin noch rechtzeitig schaffe ich es, die November-Playlist einzustellen. Dieses Mal bin ich wieder sehr deutsch-lastig…hm…ok…es sind NUR deutsche bzw, deutschsprachige Songs. Irgendwie hat es sich in den letzten Wochen so ergeben. Die Stücke kamen einfach zusammen und am Ende stellte ich fest, dass sie alle zu unterschiedlichen Situationen in meinem Leben passen. Sei es in Bezug auf Beziehungen, Job-Situationen, Sinn-Suchen oder manchmal einfach länger anhaltenden Stimmungsphasen (high or low). Manche der Lieder begleiten mich schon seit Jahrzehnten (Oh Gott!) und tauchen immer wieder auf, nehmen Platz und gehen auch wieder.

Eines ist ganz neu, jedoch weiß ich jetzt schon, dass es mich sehr lange begleiten wird. Es ist „Alles Gute“ von dem jungen, momentan überall auftauchenden, aus meiner Sicht super talentierten Schweizer FABER.

Für mich ist es dieses Mal eine Liste, die ich mir am liebsten für immer aufheben möchte. Die Lieder werde ich mir auf jeden Fall auf einen Stick ziehen. Vielleicht muss auch jemand dran glauben und sie als Weihnachtsgeschenk ertragen,

 

#flashlight_ ROMEO & JULIA auf arabisch/deutsch – und das in Dresden!

Schreibe einen Kommentar
Gesellschaft / Kunst / Literatur / Politik

Wer in Dresden ist, dem sei dieses Stück im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden empfohlen. Es zeigt die Geschichte vom alten Shakespeare neu unter dem Flüchtlingsaspekt und spricht sowohl Jung und Alt an. Und das mit ausschließlich jugendlichen und jungen (jeweils tollen) Schauspielern aus Deutschland und dem arabischen Raum! Die Texte sind in arabisch und deutsch und werden jeweils mit Untertiteln verständlich gemacht. Toll gemacht!

http://www.staatsschauspiel-dresden.de/home/romeo_und_julia_buergerbuehne/beschreibung/

#playlist_ 10ForAMonth – October2K16

Schreibe einen Kommentar
Musik
Bunter Herbst

Trotz schöner Sonne draußen und einfach tollem Herbstwetter kommt heute eine etwas eher melancholischere Playlist. Die Listen „arbeiten“ bei mir ja immer eine Zeit lang und sind deswegen eher ein Spiegel der letzten Wochen, manchmal Monate. Melancholisch ist bei mir aber nicht gleichbedeutend mit traurig. Ab und zu ist es einfach schön, an grauen nassen Tagen diese Art von Musik zu hören und sich der dadurch erzeugten Stimmung hinzugeben.

Zugegeben, ein sehr düsterer Anfang. Aber ihr kennt den Hintergrund und bei dieser Geschichte kann man nichts anderes als Düsternis erwarten. Trotzdem mag ich seine Stimme dabei, wie sie trotz allem immer wieder aufhellt. Unglaublich, wie er das schafft.

Beim ersten Hören dachte ich, es wären The National. Umso überraschter war ich, dass es eine Band war, von der ich zumindest bisher noch nichts gehört hatte. Auf Ihrer Seite sehen die Jungs von My Jerusalem ziemlich cool aus und ich freue mich auf mehr von ihnen.

Mein Gott! Wer sollte so einen Titel besser singen können als er, im Alter, die Stimme teilweise brüchig, voller Erfahrungen, ergreifend, liebes- und leidvoll. Schön, dass Will Oldham ihm den Titel dafür überlassen hat.

Unglaublich! Wie konnte man schon 1997 solche Musik machen, die heute immer noch so präsent und hörbar ist. Ich konnte damals nicht genug bekommen…die ganze Platte war damals für mich eine einzige Offenbarung. Seitdem begleiten mich Radiohead, zum Glück immer noch.

Ich finde, One von U2 schließt sich richtig gut an. Es rührt mich bei jedem Hören, egal wie oft, egal seit wann, egal wie lange noch. Es ist einfach furchtbar schön perfekt.

Scheinbar bin ich grad in der 90er Schleife. Der Rolling Stone hatte mich in einer der letzten Ausgaben inspiriert. Es war ein wirklich tolles Musikjahrzehnt. Und REM gehören ganz sicher dazu. Walk Unafraid ist nicht das bekannteste, aber für mich trotzdem eines ihrer schönsten Lieder. Es baut sich auf und nimmt einen mit, gibt einem Mut.

Mit den Tindersticks hatte ich damals ehrlicherweise gar nichts am Hut. Ich kannte sie nicht mal. Dieses Lied hat mich jedoch letztens beim ersten Hören gleich nicht mehr losgelassen. Die Stimme zu Beginn, die später einsetzenden Streicher, der schöne Titel. Alles zusammen einfach passend.

Elliot Smith mit seiner zerbrechlichen Stimme passt heute gut hier rein. Ein wenig wie Waltz #2 ist Between The Bars, immer gut für die Nacht und die Dunkelheit und das Gefühl, manchmal allein zu sein, aber eben nur manchmal.

Der oft lustig aussehende Eels macht ja nicht wirklich „lustige“ Musik. Er hat einfach eine tolle Stimme, bisschen verzweifelt wirkend manchmal, um das traurige Ende wissend und trotzdem weiter gehend.

Und mit dem letzten Lied verlassen wir die 90er und kehren zurück ins Jahr 2016. Avec ist wirklich eine schöne Entdeckung. Mit „Granny“ hatte ich sie schonmal auf einer meiner letzten Listen. Und auch wenn ich gern vermeide, gleiche Künstler zu oft auf einer der Listen erscheinen zu lassen, so konnte ich nicht umhin, die Regel mit diesem Lied zu brechen. Dead schließt die Liste einfach passend für mich ab.

Genießt den Herbst, grau, nass und kalt…aber eben auch bunt!

#article_ Alles inklusive – Film von Doris Dörrie

Schreibe einen Kommentar
Film / Gesellschaft
img_0357

Gestern Abend bin ich echt erst spät aus dem Büro gekommen und brauchte einfach mal irgendwas im TV, um bisschen runterzukommen. Auf ZDF kam Lanz (wie immer irgendwie), der würde mir aber sicher nicht helfen. Weiter zur ARD, und da waren gleich in einer ersten Szene einige meiner lieberen Schauspieler zu sehen. Da blieb ich also hängen und ließ den Film laufen, er hatte scheinbar auch grad erst angefangen. Es war der oben genannte.

Erst heute im Nachhinein habe ich gesehen, von wann und wem der Film war, auch habe ich heute erst die eher mittelmäßigen Kritiken gelesen. Wie immer bei sowas, alles Geschmackssache.

Ob der Film jetzt technisch und dramaturgisch gut war?! Keine Ahnung! Zu Doris Dörrie kann man ja auch so oder so stehen. Ich jedenfalls war am Ende des Films sehr glücklich, dass ich ihn mir angeschaut habe und er hatte mich einfach auch schön berührt. Vielleicht passte er ja auch grad gut zu meiner Stimmung, wer weiß das schon so genau.

Ich mag Euch jetzt nicht die Handlung lang und breit beschreiben und wer die guten Schauspieler waren. Das könnt ihr gern alles hier nachlesen. Aber ich mag Euch sagen, warum mir der Film gefallen hat.

Allein dass die Musik von Sven Regner war, ist ja schonmal ein guter Anfang. Und irgendwie passt seine Musik auch zu den Menschen und Vorkommnissen in diesem Film. Etwas skurril eben.

Die Figuren sind gut gezeichnet und werden von den jeweiligen Schauspielern (fast allen zumindest) einfach gut, oft rührend und schön authentisch dargestellt. Und auch wenn sie (also die Figuren im Film und nicht die Schauspieler) im Grunde alle mehr oder weniger gescheiterte Existenzen sind (was man zumindest im Allgemeinen so dafür hält), so werden sie nie zur Schau gestellt oder dem Zuschauer ausgeliefert. Manches ist ab und zu sicher überzogen, aber Film sollte das ja auch dürfen. Nichtsdestotrotz denkt man oft…oh Mann…wie bekloppt…aber ja…kann schon sein…kann es dir nicht selber auch mal so gehen?! Die Menschen kommen einem einfach nah.

Wer sich manchmal Gedanken darüber macht, inwieweit und vor allem wie lange die Eltern für das eigene Leben verantwortlich gemacht werden können (oder eben auch nicht) … wer es mag, Ambivalenzen in manchmal konfusen Leben zu beobachten, wie sie ausgehalten bzw. auch ausgelebt werden (und das für sein eigenes Leben zu spiegeln) … wer es mag,  sich damit auseinanderzusetzen, wie relevant Vergangenheit für Gegenwart und Gegenwart für Zukunft ist (oder andersrum)…dem sei der Film wirklich empfohlen! Außerdem gibt es viele kleine Szenen und Gesten, die einfach schön eingefangen und rührend sind.

Nicht alles ist immer zu Ende erzählt, manchmal etwas viele Stränge, nicht alles ist immer genau erklärt. Aber da der Film ja eher für Erwachsene gemacht ist, so kann man ihn vielleicht ja auch nicht nur als Antwort auf irgendwelche Fragen sehen, sondern vielleicht als Anregung weiter zu denken und sich Fragen zu stellen. Habt Spaß damit!

#playlist_ 10ForAMonth – September2K16

Schreibe einen Kommentar
Musik
img_0508

Nun bin ich leider einen Tag zu spät, 01. Oktober! Aber trotzdem will ich noch gern meine playlist für den September hier einstellen. Es sind einfach zu gute Stücke, die ich bereits ausgewählt habe und es wäre schade, sie für den September ausfallen zu lassen.

So ein wenig spürt man schon den Einfluss des Herbstes. Es wird etwas gefühlvoller, teilweise ruhiger. Und mit den kühleren Nächten, den nun manchmal schon graueren Tagen verändert sich auch ein wenig die Stimmung. Trotzdem habe ich noch ein Sommerbild für den Beitrag gewählt. Es zeigt das Meer bei Newquay, Cornwall. Zu schön waren die Tage dort und die Gedanken daran lassen mich etwas wehmütig an den nun zurückliegenden Sommer denken und die Zeit mit meinen beiden Mädels dort.

#playlist:

Dieses Stück von René Aubry beginnt mit schönen Gitarren- und Violinenklängen und mit zunehmendem Verlauf will ich jedes Mal wieder meine Augen schließen und mich einfach nur im Kreis drehen…immer schneller.

„Resolve“ von Nathan Lanier ist ein Stück, was ich bei der letzten Tanzaufführung meiner Töchter „shazamed“ habe. Es schließt sich einfach gut an, auch Violinen, dieses Mal mit einem Klavier gepaart.

„Bounce“ von Brasstronaut beginnt mit, wie der Name schon erahnen lässt, mit sanften, stärker werdenden Bläsern, unterlegt mit einem langsam beginnenden, dann immer treibenderem Rhythmus.

Ich weiß gar nicht, wie lange ich Goldfrapp schon kenne. Ich selber hatte jedoch schon lange nichts mehr von ihnen gehört und bin letztens über dieses tolle Stück gestolpert. Schöne sphärische Klänge, tolle Stimme von Alison Goldfrapp, die mich sinnlich in Gedanken gleichzeitig in einen nebelverwobenen Wald wie in eine rauchige Bar mitnimmt. Vermutlich liegt das auch an dem Ende…man merkt es bis dahin überhaupt nicht. Es ist live gespielt.

Naja…was soll ich sagen…es sind Radiohead. Meine Helden, immer wieder und schon so lange.

Kadebostany…habt ihr noch nie gehört?! Ich auch nicht! Aber beim ersten Hören hat mich die Stimme der Sängerin direkt getroffen. Mit hohem Wiedererkennungspotential, bisschen düster, lasziv. „Jolan“ ist schon etwas älter, von 2013. Aber auch ihr neues Stück „Frozen to death“ klingt vielversprechend, wenn auch ganz anders wie ich finde. Aber die Stimme ist auch hier wieder sehr prägnant.

Eigentlich viel zu fröhlich und aufgeweckt für meine herbstliche Stimmung heute. Aber ich mag es unglaublich. Vielleicht gerade, weil der Chor mich rausreißt, das Klavier die Füße mitwippen lässt. „Stand on the Word“ von den Joubert Singers lässt die Sonne durch die Wolken blitzen.

Und schon geht mein Wille zum Rhythmus und entsprechender Bewegung (manchmal Tanz genannt) mit mir durch. Irgendwie halte ich nur Melancholie und Nebel nicht lange durch (nicht umsonst seid ihr hier beim Tetralemma-Vertreter). Die Joubert Singers machten den Weg frei für Miike Snow. „Animal“ ist natürlich schon etwas älter (2009), aber unglaublich cooler Song mit einem durchaus marschähnlichem Charakter. Schöner Hirsch auch immer auf seinen Covern.

Und das ist echt eine Neuentdeckung von 2016 für mich, Mule & Man. Und das überraschende und noch tollere daran…aus Deutschland! Die ersten 20 Sekunden gehen so unscheinbar mit einer etwas (böse gesagt aber nicht so gemeint) quäkigen Stimme los. Aber DANN…Wow! Eine herrlich dunkle, treibende Elektro-Bass-Lawine treibt einen vor sich her. Und klar, der Titel „10k Types of Torture“ ist natürlich auch der Hammer. Richtig laut hören!

Mein Lieblings-Dance-Kracher aber zum Schluss. Für mich DAS DING momentan, um es auf der Tanzfläche auszuprobieren. Public Service Broadcasting bauen dieses „Sputnik/Korolev“ Stück so schön heftig aus. Bis zum Ende für mich wirklich ein absoluter Brecher (noch lauter hören als das Torture-Ding!).

Ok…der Nebel ist weggefegt!

#flashlight_ Manchmal braucht es nur Musik … Concerto en ré mineur, BWV974: Adagio (d’après Marcello) von Élise Robineau

Kommentare 1
Gesellschaft / Musik
IMG_8670 (1)

Gerade eben bin ich wieder am Bearbeiten meiner nächsten Playlist und ich hatte ein Musikstück in meinen Inspirationen, bei dem ich bemerkt habe, dass es nur für sich stehen kann. Es ist für mich so ergreifend und intensiv, dass es mich jedes Mal beim Hören aufs Neue rührt. Mir kommen bei solchen Stücken immer die Gedanken an so viele traurige Ereignisse in der Welt hoch, die man im täglichen Wahnsinn meist (leider) „erfolgreich“ verdrängt. Vielleicht mögt ihr es kurz nutzen, so wie ich, zum Innehalten und Gedenken. Vielleicht hilft es nicht den Opfern, beispielsweise des furchtbaren Erdbebens in Italien. Aber vielleicht hilft es uns, den Überlebenden, beim Nachdenken…nachdenken darüber, was wichtig ist, wie zerbrechlich unser Glück doch ist, innerhalb von Sekunden kann alles anders sein … nachdenken darüber, dass man jeden Tag, der einem in diesem erstaunlichen Leben vergönnt ist, genießen sollte.

#flashlight_ Endlich die Lüftung des Geheimnisses von Luhmanns Zettelkasten

Schreibe einen Kommentar
Gesellschaft / Medien

Dank eines Videos, was dankenswerterweise Tom Levold auf systemagazin.com veröffentlicht hat (wie so vieles hilfreiches mehr), habe ich erstmals ansatzweise verstanden, wie der Zettelkasten von Luhmann funktioniert. Ich schwanke zwischen Bewunderung und Erschrecken! Lohnenswert! (Dank an Johannes Schmidt, der sein Bestes gibt)

Hier das VIDEO

Der Zettelkasten als Zweitgedächtnis Niklas Luhmanns