#flashlight_ Sprechen wir noch die gleiche Sprache – Der runde Tisch von DLF Kultur

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Gesellschaft

Anbei eine ausgesprochen tolle Sendung vom DLF zur aktuellen politischen Lage. Bekannte Schriftsteller, Journalisten und Autoren diskutieren sachlich, ob „wir“ in Deutschland noch die gleiche Sprache sprechen und welche Auswirkungen das auf unser Zusammenleben und unsere Demokratie hat. Ich war begeistert! Sehr aufschlußreich!

Aus der Dlf Audiothek | Studio 9 – Der Tag mit … | Der Runde Tisch von DLF Kultur – Sprechen wir noch die gleiche Sprache?

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=711048

#article_ „Die Angst vor den anderen“ v. Zygmunt Baumann

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Gesellschaft / Literatur

Zygmunt Baumann bezeichnet sein Buch als ein Essay über Migration und Panikmache. Es ist für mich zumindest eines der Bücher der Stunde bzw. der aktuellen Jahre! Dass ich es lesen konnte, habe ich einer Empfehlung einer Bekannten (angehenden Soziologin) zu verdanken, bei der ich mich hiermit ausdrücklich für diesen erhellenden Hinweis bedanken möchte.

Dieses schmale Büchlein sei jedem ans Herz gelegt, der verstehen möchte, wieso wir heute dort stehen, wo wir stehen, in Deutschland, in Europa, in den USA und mittlerweile auch in anderen Ländern wie Brasilien. Baumann verurteilt dabei nicht, akzeptiert jedoch auch nicht, dass man sich einfach als Opfer der Umstände definiert, demnach allem ausweglos ausgeliefert ist und deswegen die Wahl von Parteien wie beispielsweise der AfD als einzige Lösung erscheint.

Neben den eigenen klugen Gedanken führt Baumann ähnlich aufschlussreiches von anderen Soziologen und Philosophen auf, um unter anderem auch zu zeigen, dass solche Situationen, wie wir sie heute erleben, natürlich nicht das erste Mal auftreten. Und natürlich könnte man aus der Geschichte lernen, wenn man nur wollte.

Anbei ein kleiner Auszug, der die Relevanz von Baumanns Gedanken verdeutlicht. Vielleicht ist Lesen ja schonmal ein erster Schritt hin zu Verstehen und damit eine gute Basis, um im nächsten Schritt zu Handeln?!

„Man hat das Gefühl, ein Opfer zu sein. Ein Opfer wovon? Von Umständen, auf die man nur sehr geringen oder gar keinen Einfluss hat – von Kontrolle gar nicht zu reden. Wir sprechen hier gerne von „Schicksal“, doch mit dieser Bezeichnung machen wir alles nur noch schlimmer. Dann sind wir nicht nur Versager, sondern dazu noch kurzsichtige, unwissende oder unfähige und tölpelhafte Versager, wodurch die Schmach und die daraus folgende Selbstverachtung sich verdoppeln: Das Schicksal hat kein Gesicht, und ist es aussichtslos, ihm ein Gesicht geben zu wollen. Um diese Erniedrigung zu vermeiden und etwas von ihrer Würde und Selbstachtung zu retten, müssen die Opfer diejenigen ausmachen und benennen, die sie zu Opfern gemacht haben, und diese Leute müssen ein erkennbares Gesicht haben, damit man sie lokalisieren und mit einem Namen belegen kann.
Migranten und vor allem Neuankömmlinge unter ihnen erfüllen alle diese Voraussetzungen bestens. Einen Namen (zumindest einen Gattungsnamen) hat man ihnen bereits gegeben (es gibt zahllose Politiker und Journalisten, die um die Herrschaft über Gemüter und Gedanken wetteifern und nur allzu bereit sind, diese Namen unverzüglich zu liefern und die Aufgabe der Lokalisierung bereitwillig für uns erledigen). Die Ergebnisse sind so einfach und vertrauenswürdig (ja geradezu selbstverständlich) wie die Tatsache, dass zwei plus zwei vier ergibt: Man erinnert sich nicht mehr, dass der Job schon unsicher und der Wohlstand gefährdet war, bevor sie auf den Straßen auftauchten – während man jetzt, da sie angekommen oder auf dem Weg sind, nur zu gut weiß, dass es so ist.“

#flashlight_ Was für ein Tom Odell in der Berliner Columbiahalle!

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Musik

Gestern war ich mit meiner Tochter in Berlin in der Columbiahalle zu einem Konzert von Tom Odell auf seiner „Jubilee Road Tour“. Ich muss dazu sagen, dass ich Tom Odell seit seinen ersten Songs sehr mag und die entsprechenden Veröffentlichungen von ihm seit dem verfolge und nach wie vor gut finde. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich nun ohne die Initiative meiner (13-jährigen) Tochter tatsächlich zum Konzert gegangen wäre. Ein Grund, der sich gestern auch wieder bestätigte, liegt darin, dass das Publikum mehrheitlich aus Teenie-Mädels und maximal noch Twenty-Somethings-Frauen besteht. Und das hört man auch beim Mitsingen (obwohl das gut zu der manchmal greinenden Stimme von Tom Odell passt).

ABER: Man sollte dieses Live-Konzert von ihm nicht versäumen, egal wie alt man ist. Was dieser (junge) Typ auf die Bühne bringt, ist tatsächlich phänomenal und begeistert ab dem ersten Ton. Seine Stimme ist live ein Erlebnis und mit welcher Sicherheit, Wucht und gleichzeitig hoher Sensibilität er das Klavier bearbeitet, habe ich so bei einem Konzert (von klassischen sicher abgesehen) noch nicht erlebt. Und auch wenn man es ihm beim Hören seiner Platten nicht zutraut aufgrund der eher ruhigeren Töne, er ist auf der Bühne hochexplosiv und zeigt teilweise eine Intensität und Kraft, die wirklich beeindruckend und mitreißend ist.

Also – HINGEHEN! Hier noch die weiteren Termine in Deutschland.

#article_ Ein Merz kommt nicht allein

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Gesellschaft / Politik

Mit dem Rücktritt von Angela Merkel als Parteivorsitzende der CDU ist nun eine wirklich (endlich) mal wieder spannende politische Situation entstanden. Man kann über sie (also Frau Merkel) denken, was man will (bei mir ist es ehrlicherweise mehr positives als negatives). Sie hat mit diesem Schritt selbstbestimmt über ihre politische Zukunft entschieden, wenn es auch m.M. fast zu spät war. Aber eben nur fast.
Die nächsten Wochen werden zeigen, was dieser Rücktritt mit sich bringt. Toll ist doch schonmal, dass es nun mehrere Alternativen gibt. Besonders schön finde ich, dass jetzt mit Friedrich Merz ein komplett neuer Spieler (wieder) das CDU-Parkett betritt. Ich kann nicht beurteilen, ob er ein guter Politiker ist. Aber ich spüre ein Gefühl, dass es mit ihm und durch ihn gelingen könnte, abgewanderte CDU-Follower zurück zu holen.
Ich kann noch nicht so recht konkret beschreiben, worin dieses Gefühl begründet ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich in den letzten Tagen den über 3-stündigen Podcast von Zeit online mit Christian Lindner gehört habe. Während der 3 Stunden hat man einen guten Eindruck hinsichtlich der sicher stark ausgeprägten Arroganz des Mannes bekommen. Diese ist allerdings ehrlicherweise gut begründet in einem unglaublich breiten Allgemeinwissen und trotz seiner erst um die 40 Jahre doch schon langen Erfahrung im politischen Umfeld. Und was mir ebenfalls positiv auffiel. Er hatte schon echte Jobs außerhalb der Politik und scheinbar durchaus eine gute Nähe zum normalen Leben.
Und nun kommt mein „Gefühl“ für Herrn Merz ins Spiel. Mir schlich der Gedanke ins Hirn, ganz von selber, dass eine unter Merz/Lindner geführte CDU/FDP-Regierungskoalition eine irre Lösung für dieses, unser Land wäre (die CSU hatte ich bei der Koalition grad absichtlich weggelassen). Die beiden könnten aus meiner Sicht einen neuen Politiker-Typen in Deutschland begründen. Klar, straight, smart, sehr klug, wirtschaftsorientiert, im positiven polarisierend. Auch die Grünen passen da gut rein, auch wenn FDP und Grüne schon noch einige Hürden zu nehmen hätten. Wenn sowas tatsächlich käme, wäre es jedoch mit dem aktuell handelnden Personals der SPD um eben diese Partei geschehen.
Ich habe lange nicht mehr positiv auf unsere politische Landschaft schauen können. Wenn jetzt einige Leute mutig sind, werden wir endlich wieder Menschen für Politik begeistern können. Und es geht auch gar nicht darum, dass die eine oder andere Partei an der Spitze stehen soll (ausgeschlossen allerdings die AfD). Mit den beiden Typen kann man sich jedoch wieder vorstellen, dass Parteien ein klares Profil bekommen, Menschen/Wähler polarisieren und damit vielleicht auch diejenigen von der AfD zurückholen, die aus Enttäuschung von den „großen Volksparteien“ weggelaufen sind.
Ich muss mir den Artikel auf Wiedervorlage für die nächste Bundestagswahl legen!

#article_ Neue (Beamten-)Lehrer für Sachsen

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Gesellschaft

Momentan ist ja das Lehrer-Thema überall präsent, insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern wie z.B. Berlin/Brandenburg und Sachsen. Zum einen gibt es von den benötigten Lehrern hier nicht genug und zum anderen will man nun aus der Not des Lehrermangels heraus in Sachsen die Möglichkeit der Lehrer-Verbeamtung bis zum Alter von 42 Jahren einführen.

Den ersten Punkt werde ich wohl nie verstehen. Warum ist es nicht möglich, mit einem Planungshorizont von 6 Jahren (Geburt bis Einschulung) inkl. der üblichen Einwohnerwachstumsraten einen entsprechenden Lehrerbedarf zu prognostizieren? Schulen wurden in den letzten Jahren geschlossen und abgerissen, die nun wieder neu aufgebaut werden müssen. Junge Lehrer-Absolventen wurden gezwungen in anderen Ländern ihr Berufsglück zu finden, obwohl absehbar war, wohin das ganze läuft. Ich glaube, hier sollten sich die staatlichen Planungsinstitutionen für ihre zukünftigen Prognosen mal externe professionelle Unterstützung suchen.

Aber vielleicht unterstelle ich zu Unrecht Unfähigkeit und die bisherigen sächsischen Kultusminister sind, egal wie kurz sie im Amt waren, cleverer als ich dachte. Wenn man das Ergebnis der Eskalation sieht, dann ist da doch gar nicht mal so wenig für die Schulen und Lehrer rausgekommen. Mittlerweile wird ja wild jeder als Lehrer eingestellt, der sich dafür bewirbt und irgendwann mal irgendwas mehr oder weniger erfolgreich studiert hat. Da werden sicher ein paar Leute aufgefangen, die sich bisher nur schwer am Arbeitsmarkt entsprechend ihrer Ausbildung etablieren konnten (nein, ich nenne keine Beispiele). Also findet hier schonmal eine Entlastung des Arbeitsmarktes statt (es werden Arbeitsplätze frei für Leute ohne Studium) und die neu eingestellten Lehrer bekommen nun endlich auch adäquate Entlohnung für ihren Studienabschluss (ob leistungsgerecht wird sicher wie überall sehr individuell zu bewerten sein). Zum anderen wird nun endlich das Beamtentum auch für sächsische Lehrer eingeführt, was ohne diese Krise und Eskalation niemals irgendein Kultusminister geschafft hätte. Und selbst wenn dieses nur für unter 42-jährige möglich ist, so wird es für die Gehälter der „älteren“ Lehrer mit Sicherheit auch noch eine Lösung nach oben geben (https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/neue-gehaltsstufe-fuer-aeltere-lehrer-artikel10289584). Außerdem bekommen die Schulen nun vermutlich so viele Lehrer, wie sie sich schon immer gewünscht haben.

Vielleicht muss man sich die Vorgehensweise auch für eigene (meist berufliche aber vielleicht ja auch private Problem-Themen) merken. Lasse etwas so lange gegen die Wand fahren bis der point-of-no-return erreicht ist und stelle dann Forderungen, die den Aufprall verhindern sollen.
Die Frage, ob der Aufprall wirklich verhindert wird, kann man sicher erst in ein paar Jahren beantworten. Ob die ganzen Neu-Lehrer in Zukunft wirklich noch glücklich mit ihrer eher spontanen Jobwahl sind, muss sich zeigen. Wobei hier die Unzufriedenheitsrate vielleicht gar nicht höher sein wird, als bei den heutigen „echten“ Lehrern.

Wie werden sich die teilweise ja tatsächlich sehr rudimentär ausgebildeten Neu-Lehrer auf das Bildungsniveau unserer Kinder auswirken?! Es wäre ja fast bedenklich, wenn sich keine negativen Auswirkungen ergeben. Denn das hieße ja, dass das bisherige Lehrer-Studium gar nicht notwendig ist?! Wie werden die „echten“ Lehrer beweisen, dass dem nicht so ist und die Neu-Lehrer gar nicht so gut sein KÖNNEN wie sie selber?! Und wie wird sich dies und die gleiche Bezahlung bzw. sogar die Besserstellung durch die Verbeamtung von den Neu-Lehrern langfristig auf den sozialen Frieden zwischen diesen beiden Lehrergruppen auswirken?!

Die Fragen bzw. die daraus möglicherweise folgenden Konsequenzen scheinen mir dann doch eher gegen die (zugegebenermaßen von mir konstruierte) Cleverness der Kultusminister zu sprechen. Und vielleicht ist es doch cleverer, wenn man staatliche Institutionen weniger wie Unternehmen führt (Headcount, Einsparziele, etc.), sondern einfach strikt nach den notwendigen Maßnahmen zum Nachkommen des Bildungsauftrages handelt (was Effizienz nicht ausschließt). Es steht global gesehen zu viel auf dem Spiel!

#article_ aufstehen – DIE SAMMLUNGSBEWEGUNG

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Gesellschaft / Medien / Politik

Es klingt ein wenig nach einem Aufruf der früheren SERO-Annahmestellen (meine mit mir gleichalterigen  ostdeutschen Leser wissen, was ich meine). Steht auf und sammelt Sekundärrohstoffe!

Vielleicht ist es aber gar nicht so weit hergeholt mit den „Sekundärrohstoffen“. Schließlich geht es darum, Menschen zu aktivieren, die sich in ihrer (selbstgewählten) „Erstverwendung“ nicht mehr wohlfühlen. Politiker aller Richtungen sind angesprochen, sich dieser Sammlungsbewegung anzuschließen, wenn Sie sich durch ihre eigenen Parteien vielleicht nicht mehr so ganz vertreten fühlen. Und das gleiche gilt natürlich auch für Menschen, also Nicht-Politiker, denen die heutigen Parteien aus unterschiedlichen Gründen keine ausreichenden Perspektiven bieten.

Achso, ich habe noch gar nicht für die bis jetzt Ahnungslosen gesagt, worum es geht. Die allseits bekannte Sahra Wagenknecht von den Linken, und sicher auch ein wenig im Hinterggrund dabei ihr Anvertrauter, haben eine neue Bewegung ins Leben gerufen. Was die will, habe ich oben ja schon angedeutet. Am besten jeder schaut sich das auf der entsprechenden Website (https://www.aufstehen.de) selber an. Grob gesagt möchte sie eine Bewegung entstehen lassen, die sich für soziale Themen und auch entsprechend Benachteiligte einsetzt, kapitalistische Auswüchse in Großkonzernen unter Kontrolle bringt und Folgen hemmungsloser Globalisierung zu heilen bzw. diese evt. sogar zu verhindern versucht. Das ist zumindest meine Interpretation davon. Das von Wagenknecht in letzter Zeit arg strapazierte Flüchtlingsthema hat sie, zumindest momentan nicht für mich sichtbar, erstmal ausgespart.

Ich muss ganz ehrlich sein, ich finde eine solche Bewegung gut. Bei den letzten Koalitionsverhandlungen konnte man sehen, wie sehr jede der großen Volksparteien (die zwar noch so heißen, es aber eigentlich nicht mehr sind) in ihren von ihnen selbst gesetzten Grenzen und Rahmen gefangen sind, wie sie Angst haben, sich in neue Richtungen zu bewegen, wie innere Kräfte dies nicht zulassen. Und mir stellt sich die Frage, welche dieser Parteien die aktuellen und zukünftig sich noch verschärfenden Herausforderungen wie Globalisierung, Digitalisierung, wachsende Einkommensunterschiede, Immigration und Flüchtlingsbewegungen lösen könnte. Und dass das ein wachsender Teil der Bevölkerung ähnlich sieht, zeigt die zersplitterte Wahlergebnis-Situation, die Hinwendung zur AfD (die sicher die letzten sind, denen eine Lösung der Themen zugetraut werden kann) und spürbare und wachsende Unzufriedenheit breiter Bevölkerungsschichten. Die Sehnsucht der Menschen nach neuen Bewegungen und politischen (Lösungs-) Strömungen scheint ja in ganz Europa oder sogar weltweit groß zu sein (siehe Macron oder in den Anfängen Martin Schulz). Und um nicht Menschen wie Trump, Putin, May, Le Pen, Gauland und ähnlichen das Feld zu überlassen, braucht es neue Ideen und Vertreter für die Menschen, die sich heute unwürdig behandelt fühlen, die einfach auf der Strecke bleiben, die keine Idee haben, wie sie mit den o.a. Herausforderungen in den nächsten Jahren klar kommen sollen. Sie finden momentan keine Antwort dafür. Und so scheinen die rechten Treiber mit ihrer Verhinderungs- und Blockadepolitik für diese Leute die einzige Alternative zu sein. Dann scheinbar lieber keine Veränderungen als solche. Auch wenn das natürlich nichts von alledem aufhalten wird. Es wird trotzdem kommen, man ist dann nur noch weniger darauf vorbereitet.

Und nun will das Sahra Wagenknecht also ändern. Das ist für mich die andere, etwas schwierige Seite der Medaille. Warum auch immer, ich kaufte ihr noch nie ihren Job bei den Linken ab. Dafür ist sie mir einfach nicht authentisch genug. Einfach zu schick, zu wohlhabend, zu offensichtlich klug (mit Betonung auf offensichtlich) und m.M. auch ihrer Partei gegenüber zu illoyal. Zu oft habe ich den Eindruck, dass es ihr zu sehr um sich geht. Also ist meine Hoffnung, dass schon gelingt, eine solche Bewegung zu etablieren, um des Erfolges Willen zumindest aber auch noch mit anderen Menschen an der Spitze.

#playlist_ Der Mai wie er war und klang

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Medien / Musik

Nun versuche ich zum 2. Mal, einen Monat musikalisch Revue passieren zu lassen. Manchmal ergibt sich einfach Musik zu bestimmten Situationen, manchmal sind es die Lieder selber, die etwas bei mir bewegen. Und so kann man auch die folgende Zusammenstellung verstehen. Der Mai war wieder reich an Ereignissen und Emotionen. Schöne und schwierige. Euphorische und traurige. Vielleicht erreicht euch etwas davon und ihr könnt die ein oder andere Situation mal etwas mehr oder eben auch mal etwas weniger nachvollziehen. Alles ist subjektiv und natürlich immer nur „meine Wahrheit“.

  1. Ab und an kommt mir beim Laufen ein Lied unter, was mich besonders gut und rhythmisch und motiviert laufen lässt. Im Mai war es GO von THE CHEMICAL BROTHERS. Versucht es mal, ob der Song bei Euch genauso gut wirkt.
  2. Leider gab es auch ein sehr trauriges Ereignis im Mai. Ein mir, wie soll ich sagen, gleichzeitig naher und nichtnaher Mensch ist sehr schmerzhaft und auf seine ihm sehr eigene Art und Weise gestorben. Ich hoffe, er findet sein Glück und vor allem seine Ruhe, dort wo er jetzt ist. Und dafür möchte ich ihm FEEL von ROBBIE WILLIAMS zur Begleitung mitgeben. Ich habe es zufällig gehört in den Tagen vor der Beerdigung und es schien mir sofort passend.
  3. Ein sehr schönes Musikerlebnis hatte ich im Kulturpalast Dresden mit den Dresdner Philharmonikern. Sie spielten einige unterschiedliche Stücke. Aber eines beeindruckte mich am stärksten, insbesondere wegen des jungen, sehr talentierten Solo-Violinisten Louis Vandory. Unglaublich wie er mit seinen jungen 18 oder 19 Jahren auf der Bühne steht mit solch einem Orchester. Er spielte mit den Philharmonikern von Max Bruch Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26 (1868).
  4. Und was mich sehr im Bann gehalten hat die letzten Wochen, war das laufende Abitur meiner großen Tochter. Und nun hat sie es mit Bravour geschafft. Der Weg dahin wird ganz gut beschrieben durch What The Fuck von The Boxer Rebellion und The Road Ahead Is Golden von Jon and Roy. Ich bin so stolz auf sie!!!
  5. Außerdem bekam ich im Mai so liebevolle Worte gesagt, dass ich diese (wenn überhaupt) nur mit Love von Avec zurück geben kann.
  6. Abschließend mag ich euch noch mein Lieblingslied im Mai verraten. Warum es das ist, kann ich gar nicht so genau beschreiben. Eigentlich ist es recht eintönig. Aber jedes Mal, wenn ich es (meist auf radioeins) höre, finde ich es jedes Mal wieder toll! Baxter Dury singt Miami„.