#flashlight_ Trump gewinnt die Herzen seiner Patri(di)oten?!

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Gesellschaft / Politik / Wirtschaft

Trump scheint nun nach Innen- und Wirtschaftspolitik die militärischen Teile seiner Arbeit wahrnehmen zu wollen. Der Angriff in Syrien, die Flugzeugträger vor Nordkorea, was bleibt ihm übrig bei den Missetaten der dortigen Despoten?! Wobei natürlich die Frage im Raum steht, warum gerade jetzt. Giftgasangriffe gab es auch früher schon in Syrien. So zynisch wie es klingt, ist es auch. Dort wird seit Jahren jeden Tag gestorben und bisher haben die USA nichts unternommen, also zumindest nicht militärisch. Die Frage stellt sich, welche Grenze dort nun überschritten wurde, die vorher nicht auch schon mehrfach fiel. Wer auch immer diesen Giftgasangriff zu verantworten hat. Er war ein willkommener Anlass, aber sicher kein wirklicher Grund. Hoffentlich soll sein plötzlicher militärischer Aktionismus es nicht nur das innenpolitische und wirtschaftliche Versagen von seinerseits in den ersten Monaten der Amtszeit kaschieren.
Auch dass der kleine, böse Mann in Nordkorea plötzlich ganz schlimm gefährlicher sein soll als die Jahre zuvor scheint unwahrscheinlich. Vielleicht ist das militärische Auftreten Trumps auch gar kein Kaschieren. Bisher schien ihm auch nicht daran gelegen, offensichtlich Unsinniges zu verbergen. Eventuell steht für April auch nur auf seiner noch aus dem Seminar für Zeitmanagement stammenden Checkliste: IRGENDWO MILITÄRSCHLAG!

#playlist_ 10ForAMonth – March2K17

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Musik

Hier die Lieder, die mich im März bewegten. Sie sind noch geprägt von LaLaLand und der wundervollen Filmmusik. Deshalb rahmen 2 Stücke die Liste ein. Besonders bewegend das erste, als Emma Stone einfach davon singt, wie man leben könnte/sollte. Und vielleicht liegt es an dem Film und dessen immer noch nachhallender Musik, dass die Liste melancholischer geworden ist, als ich vorhatte sie sein werden zu lassen. Aber wer weiß schon, was sein musikalisches Ich von sich aus tut. Jedoch sind tatsächlich Spuren von Frühling enthalten, versprochen. Die ein oder andere frische Knospe und Blüte steht kurz vorm Aufplatzen!

Wie immer freue ich mich aber, dass es wieder eine Liste gibt!

#playlist_ 10ForAMonth – February2K17

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Musik

 

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich noch gar nicht meine Februar Spotify-Liste ins Blog gestellt habe. Es sei hiermit nachgeholt.

Dieses Mal haben mich ganz unterschiedliche Lieder inspiriert. Das erste von den Manic Street Preachers rührt von den Ereignissen der letzten Wochen. Ihr wisst schon … Trump/Erdogan/immer noch Syrien. Man kann das Lied erstens nicht oft genug hören und sich zweitens nicht oft genug die Titelzeile ins Gedächtnis rufen. Und dazu passte für mich auch das „Wake up“ von Arcade Fire am Ende. So fühlte sich die Liste gut gerahmt an.

Und dazwischen findet ihr ganz unterschiedliche Stücke aus ganz unterschiedlichen Zeiten, die für mich aber einfach gut zueinander passen und sich wunderbar ergänzen.

Mal sehen, ob es Euch ähnlich geht?!

#article_ Ein Buch von Héctor Abad: „Brief an einen Schatten – Eine Geschichte aus Kolumbien“

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Literatur / Politik

Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen. Ursprünglich habe ich es mir ausgesucht, da ich darüber gelesen hatte, es handele von einer realen Vater-Sohn-Beziehung. Und da ich Sohn eines Vaters bin und mir die in einer solchen Beziehung (angeblich) manchmal bestehenden Spannungen nicht unbekannt sind, erhoffte ich mir wieder mal etwas mehr Verstehen und Erkenntnis aus diesem Buch für diese Themen.

Gleichzeitig interessierte mich der Bezug zu Kolumbien, da ich über dieses Land außer der üblichen Drogen-Themen (Medellín!) eigentlich nichts weiß, keine Geschichte, nur wenig politisches (zuletzt die Friedensabkommen mit den FARC-Rebellen).

Das Buch handelt von Héctor Abad (der Vater heißt tatsächlich wie sein Schriftsteller-Sohn). Er war Mediziner und hat sich zeitlebens für ein besseres Gesundheitswesen in Kolumbien eingesetzt und letzten Endes sogar sein Leben dafür geopfert. Sein Sohn, der Schriftsteller, erzählt in dem Buch viel über die Familie Abad, deren Leben in Kolumbien, ihre religiösen Ausrichtungen, über tägliche Probleme in einem politisch stark ambivalenten Umfeld. Und natürlich erzählt er insbesondere sehr viel über das Verhältnis zu seinem Vater und wie dieser, insbesondere ihn, den einzigen Sohn, liebevoll behandelte.

Und letzteres ist für mich eine der Grundaussagen des Buches. Es geht vor allem auch darum, wie ein Vater seinen Kindern bedingungslose Liebe entgegenbringt und ihnen sein Bild eines lebenswerten und sinnerfüllten Lebens vermittelt. Einerseits wurden also meine „Hoffnungen“ enttäuscht, in dem Buch mehr über komplexe Vater-Sohn-Beziehungen zu erfahren. Andererseits bin ich dafür oft zutiefst darüber gerührt gewesen, wie Abad diese bedingungslose Liebe des Vaters zu sich beschreibt und ich nehme viel aus diesem Buch für meine eigene Rolle als Vater und meinem gewünschten Verhältnis zu meinen Kindern mit (und das meint nicht speziell Söhne).

Hier ist eine solche Stelle:

„Ich spürte sehr intensiv, dass er Vertrauen in mich hatte, ganz gleich, was ich tat, und große Hoffnungen in mich setzte, obwohl er mir immer wieder versicherte, ich müsse nicht unbedingt etwas erreichen, allein die Tatsache, dass ich existierte und glücklich war, egal wie mein Leben aussah, mache ihn froh. Das bedeutete einerseits große Verantwortung, aber keine übermäßige Last, denn jedes noch so kleine, lächerliche Ergebnis machte ihm Freude, meine ersten literarischen Skizzen entlockten ihm Begeisterungsstürme, das abrupte und unverständliche Hin und Her meiner Ansichten interpretierte er als exzellente Bildungspraxis, meine Unbeständigkeit im Leben und in ideologischen Fragen als genetische Veranlagung, unter der auch er litt, etwas Unvermeidliches in einer Welt, die sich vor unseren Augen ständig veränderte. Niemals, weder als ich viermal das Studienfach wechselte noch als ich von der Universität geworfen wurde, weil ich etwas gegen den Papst geschrieben hatte, nicht als ich arbeitslos war, eine Tochter zu ernähren hatte und mit meiner ersten Frau in wilder Ehe zusammenlebte – nie kamen Vorwürfe oder Klagen, mein Leben und meine Unabhängigkeit akzeptierte er mit Offenheit und Toleranz. Ähnlich verhielt er sich auch meinen Schwestern gegenüber. Nie trat er als Zensor oder Inquisitor in Erscheinung, unsere Verfehlungen nahm er als unschuldigen Schabernack hin. Er fand wohl, dass jeder Mensch dazu verurteilt sei, zu sein, wie er ist, dass es keinen Stock gibt, der ihn geradebiegt, keine schlechte Gesellschaft, die ihn ganz und gar verbiegt.“

In diesen Momenten hat das Buch seine Stärken. Die Beschreibung dieser Liebe des Vaters zu seinen Kindern und dem unerschütterlichen Vertrauen, was er ihnen entgegenbringt. Oft habe ich mir beim Lesen gewünscht, selber schon viel früher solche Erkenntnisse für mein Verhältnis zu meinen Kindern erlangt zu haben. Leider kam dies erst ansatzweise in den letzten Jahren bei mir auf und nach dem Lesen solcher Passagen wie oben sehe ich mich daran bestärkt und hoffe, dass es noch nicht zu spät ist, meinen Kindern dieses wundervolle Vertrauen in ausreichendem Maße mitzugeben.

Meine zweite mit dem Buch verbundene Hoffnung, nämlich etwas mehr über das politische Kolumbien zu erfahren, wurde gut erfüllt. Auch wenn die Informationen oftmals eher blitzlichtartig und natürlich nicht in zeitlicher Folge erzählt werden, so bekommt man doch ein Grundgefühl für das Land und die Neugier, mehr darüber zu erfahren, wird verstärkt.

Manchmal wiederholt sich Abad im Verlaufe des Buches zu bestimmten Ereignissen, sodass ich mir nicht sicher war, ob das absichtlich oder versehentlich geschehen ist. Dies trübt aber nicht meinen positiven Gesamteindruck des Buches und deshalb kann ich es wirklich empfehlen. Und wer weiß, vielleicht hat es ja doch Einfluss auf die Beziehung zu meinem Vater. Allein, dass ich es aus dem oben beschriebenen Grund ausgesucht und gelesen habe, könnte ja schon eine Veränderung sein?!

#playlist_ 10ForAMonth – January2K17

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Musik

Meine erste Playlist für 2017!

Und wieder werde ich versuchen, jeden Monat eine zu erstellen. Aber seht es mir nach, wenn es nicht immer klappt.

Die Liste ist dieses Mal geprägt von Gedanken und Gefühlen, die mich typischerweise über den Jahreswechsel/zum Jahresanfang bewegen. Bei mir ist es immer so eine Kombination aus Rückschau und nach vorne schauen und deswegen auch immer ein Schwanken zwischen Melancholie und Zuversicht. Sicher geht es euch allen so oder ähnlich. Und vielleicht helfen euch die Stücke in der Liste dabei, die Gedanken fließen zu lassen und in Worte zu fassen, was Euch bewegt und was ihr von dem Neuen Jahr erwartet. Und was immer uns erwartet in diesem Jahr, Musik wird uns begleiten, in den schönen wie in den traurigen Momenten.

Es sind eher ruhige Sachen dieses Mal. Besonders bewegt hat mich das erste Stück. Die Stimme des Alten am Anfang. Fast egal, was er wirklich sagt. Man kann es irgendwie erspüren.

Im Nachhinein stelle ich fest, dass mir einige Songs von Filmen reingerutscht sind („Eat Pray Love“ – Better Days, „Her“ – The Moon Song, „Cloud Atlas“ – Cloud Atlas Finale). Liegt sicher daran, dass man über den Jahreswechsel etwas mehr Filme schaut als üblich.

Vielleicht fallen die Beatles in der Liste zeitlich etwas aus der Reihe. Aber letztens habe ich eine Beatles-Platte aufgelegt und da kam es plötzlich, und es hat mich ganz heftig erwischt. „The Long and Winding Road“ passt wohl grad ganz gut zu meinem Leben(eher der Titel als der Text) und wie Paul McCartney es singt, kaum zu vermeiden, dass es einen berührt.