10ForAMonth ist aus – aber ohne Musik geht es nicht!

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Allgemein / Kunst / Musik

Ich habe es tatsächlich geschafft! Das komplette letzte Jahr habe ich monatlich meine 10ForAMonth playlist erstellt und hier bzw. in Spotify (Profil dort: oscillarformusic) veröffentlichen können. Ich bin da echt stolz drauf, da die Zeit dafür immer wieder genommen werden wollte. So sind viele tolle Songs zusammen gekommen, die meine Stimmungen und Erlebnisse zumindest indirekt im letzten Jahr widergespiegelt haben.

Die ersten Monate des Jahres hatte ich 1-2 Projekte, die neu starteten und die mir etwas weniger Zeit erlaubten, um mich um meine Musiksachen zu kümmern. Unter anderem auch deswegen gab es dieses Jahr keine neuen 10ForAMonth-Listen. Aber irgendwie spürte ich auch, dass sie sich ein wenig überlebt hatten. Ich mochte nicht mehr auf Zwang mindestens 10 neue Songs jeden Monat „finden müssen“. Aber so richtig was anderes fiel mir nicht ein und so ruhte das Thema die letzten Monate in mir, ohne jedoch nicht regelmäßig unterbewusst oder bewusst immer wieder mal von mir im Kopf behandelt zu werden.

Und dann merkte ich (mal wieder), dass Musik permanent bei mir stattfindet und mich in ganz vielen Lebenssituationen begleitet. Im April habe ich dann versucht, das mal ganz bewusst wahrzunehmen und mir zu notieren, wenn mir Musik in schönen und/oder bewegenden Situationen begegnete. So mochte ich das!

Ich werde nun einfach ab jetzt monatlich die Songs hier einstellen und mit kurzen Kommentar versehen bezüglich der Situation, der Gedanken und Erlebnisse, in denen sie mir über den Weg liefen. Vielleicht gefällt euch das auch.

  1. Mit meiner jüngeren Tochter hatte ich spontan an einem Abend Mamma Mia geschaut. Zwar kannte ich den Film schon länger, aber irgendwie hatte ich ihn noch nie von Anfang bis Ende gesehen. Und er hat mich einfach von der ersten bis zur letzten Minute bewegt. Wie gut die Songs zur Handlung gepasst haben. Und wieviele Erinnerungen habe ich selber an so viele Songs von ABBA. Eine sehr einprägsame Erinnerung hatte ich vor allem zu Voulez-Vous. Die kann ich hier aber echt nicht erzählen. Die kennt nur meine Tochter.
  2. Nachdem ich letztes Jahr ziemlich übel mit dem Fußgelenk umgeknickt bin, konnte ich lange Zeit nicht mehr joggen. Dieses Jahr nun endlich habe ich langsam wieder damit begonnen und letztens hatte ich bei Casper – Lang lebe der Tod das erste Mal wieder das Gefühl, „ins Laufen zu kommen“.
  3. Seit einigen Wochen habe ich mir angewöhnt, auf meinem halbstündigen Arbeitsweg interessante und gute (was natürlich immer relativ ist) podcasts anzuhören. Einer davon ist Hotel Matze , den ich wirklich nur empfehlen kann. Tolle Fragen für tolle Gäste. Ein anderer ist von Zeit online und heißt Frisch an die Arbeit. Dort werden Personen des öffentlichen Lebens nach einem leicht angepassten Fragebogen von Max Frisch zu ihrer jeweiligen Arbeit, ihrem Job oder zu ihrer Kunst befragt. Und zuletzt nun kam ein Interview mit der südkoreanischen Stargeigerin Ji-Hae Park. Ich kannte sie bis dahin auch nicht, fand aber insbesondere ihre Antworten sehr frei und offen und sehr besonders. Sie schildert viele persönliche Situationen, die sie bewältigen musste und wie die Musik lange Zeit nicht nur ihr Freund war. Und am Ende der Podcast-Folge wird ein Stück von ihr gebracht, was ohne das Gespräch zuvor vermutlich unglaublich kitschig auf mich gewirkt hätte. Nach dem Hören des Gesprächs aber hat man ein ganz anderes Verhältnis dazu. Probiert es aus! (Ich stelle euch hier allerdings ein anderes Stück von ihr ein. Liegt daran, dass das andere meiner Meinung ein Weihnachtslied ist oder jedenfalls ein Lied, ws ich mit Weihnachten verbinde (Auld lang syne)).
  4. Auch wenn ich mit seiner Musik keine besonderen Berührungspunkte hatte, so ist mir der Tod von Avicii (Tim Bergling) nah gegangen, Wie wahrscheinlich jeder Tod eines 28-jährigen, von dem ich erfahren würde. Wie wenig wir doch wissen von Menschen, die sich in der Öffentlichkeit zeigen (müssen). Wake me up!
  5. Und dann war da dieses phänomenale Konzert von Tocotronic im Alten Schlachthof in Dresden am  14. April 2018. Ich liebe die Band schon seit vielen vielen Jahren und ich hatte sie noch nie zuvor live gesehen. Ich freute mich einfach, dass mir meine Partnerin dieses schöne Geschenk gemacht hat und wir das gemeinsam erlebten. Die Jungs sind live einfach irre gut. Und ein Song, der mich immer wieder trifft und durch den ich jedes Mal wieder darüber nachdenken muss, wo ich denn leben will, oder eben auch nicht. „Aber hier leben, nein danke„! Wie prägnant sie sind!
  6. Ein schönes Treffen hatte ich in Weihenstephan mit einem lieben Ex-Kollegen. Und obwohl er echt noch jung ist, hört er doch tatsächlich Bayern 1. Ich will dem Sender nicht Unrecht tun. Aber ich dachte immer, ich könne ihn erst ab frühestens 60 hören, wenn überhaupt. Und als wir im Auto saßen, kam doch tatsächlich Geier Sturzflug mit „Bruttosozialprodukt„. Eigentlich viel zu lustig um traurig zu sein. Und scheinbar habe ich mich geirrt. Den Sender hören auch junge Leute.
  7. Auch wenn es kein Moment von mir im April war. Aber da ich mir nun schon seit mehreren Tagen die begeisterten Berichte (samt Bilder, Filmmitschnitte, playlists etc.) meiner scheinbar zu Bilderbuch-Groupies verwandelten Töchter zu ihrem Konzertbesuch bei Bilderbuch ebenfalls im Alten Schlachthof anhören musste (oder durfte?!), ist es auch irgendwie ein schöner Moment für mich geworden. Und mit „Maschine“ macht man ja auch nix verkehrt. Ein unglaublich guter Song zum Abschluss des Aprils!

Der Autor

Systemisches - Denken - Wirtschaften

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