Weihnachtsworte aus „Der englische Patient“

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Film / Gesellschaft

Nun ist das Jahr vorbei. Mein letzter Eintrag hier liegt Monate zurück. Dies liegt schlicht und ergreifend daran, dass dieses nun fast vergangene Jahr einfach noch intensiver war als alle anderen zuvor, sowohl privat wie auch beruflich. Ein Vorhaben für nächstes Jahr steht jedoch sicher fest: ich möchte gern öfter wieder hier schreiben. Ich spüre oft, wie gern ich meine Gedanken hier festhalten würde…allein fehlte am Schluss all zu oft die Zeit.

Gestern Abend kam im TV „Der englische Patient„. Ich mag diesen Film, ich mochte zuvor auch schon das Buch von Michael Ondaatje.

Der Film ist einfach immer wieder berührend. So kurz vor Weihnachten, berührt er aber umso mehr. Insbesondere die letzten Worte von Catherine Clifton, der Geliebten vom „englischen Patienten“, Graf László Almásy, sind wundervoll. Sie schreibt diese, während sie schwerverletzt in einer Höhle auf die Rückkehr des Grafen wartet (leider vergeblich) und langsam stirbt:

„My darling, I am waiting for you. How long is a day in the dark? Or a week? The fire is gone now and I am cold, horribly cold. I really ought to drag myself outside, but then there’d be the sun. I am afraid I waste the light on paintings and on writing these words. We die. We die rich with lovers, and tribes. Tastes we have swallowed. Bodies we have entered, and swum up like rivers. Fears we have hidden in, like this wretched cave. I want all this marked on my body. We’re the real countries, not the boundaries drawn on maps and the names of powerful men. I know you’ll come and carry me out into the palace of winds. That’s all I wanted: to walk in such a place with you, with friends, an earth without maps. The lamp’s gone out and I am writing in the darkness.“

„We’re the real countries, not the boundaries drawn on maps and the names of powerful men.“

Was für ein Satz! Zeigt er doch, so wie der ganze Film, worauf es wirklich ankommt – auf UNS, uns Menschen. Und gleichzeitig lässt er uns die Sinnlosigkeit jeden Krieges erkennen. Sinnlos für alle Seiten!

Schöne und vor allem friedliche Weihnachten Euch allen!

Der Autor

Systemisches - Denken - Wirtschaften

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