#playlist_ 10ForWomen

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Musik

Dieses Mal gibt es eine Playlist außerhalb des monatlichen Rhythmus. Mir sind in den letzten Wochen unglaublich schöne, gefühlvolle, authentische, kraftvolle Songs begegnet. Und sie hatten alle eine Gemeinsamkeit –  sie wurden von Frauen gesungen. Und so kam ich auf die Idee, die für mich passendsten in eine meiner 10er-Listen zu fassen.

Es beginnt mit einem leise startenden und dann kräftiger werdenden Stück von Odd Beholder. „Coin“ hat, was mich ganz oft anspricht und wenn ihr meine Listen kennt, wisst ihr was ich meine. Songs, die sich entwickeln und nicht gleich am Anfang preisgeben, was einen erwartet. Nahtlos schließt sich „Road Holes“ von Mogli (unglaublicherweise aus Berlin!) an. Gleich beim ersten Hören musste ich an die Sängerin von den Cranberries denken, die Stimme, gleichzeitig zart und trotzdem bestimmt. Beim Hören mag man die Augen schließen, sich drehen, laufen, rennen, unterwegs sein.

Der 3. Song bricht etwas den Fluss der ersten beiden, wobei die Stimme von Camille gleichzeitig die Stimmung fortsetzt. Und das noch in einfach wunderschönem Französisch (das ich leider nicht verstehe): „Fontaine De Lait“. Über die Brücke des 3. folgt das 4. Stück. Laura Marling beginnt mit „Soothing“ noch relativ hell, wird dann aber, so fühlt es sich für mich jedenfalls an, immer dunkler. Eigentlich entgegen des Titels weniger beruhigend. Aber dann doch letztendlich passend zu der folgenden tollen Elektronik von Anne Clark. So lange habe ich sie nicht gehört. Doch letztens lief mir „Sleeper In Metropolis“ über den Weg und sofort sprang mich die Stimme wieder an. Unverwechselbar, immer irgendwie leicht verzweifelt, klagend, erzählend, großstadtsoundig. Und wer sollte dann anderes kommen als die für mich einzig legitime Nachfolgerin von Anne Clark – Kate Tempest. Ich hatte sie schonmal in einer meiner letzten Listen. Und natürlich musste sie mit in diese „Women“ Zusammenstellung. Auch wenn ich kein junges Mädchen (geschweige denn weiblich) in dieser heutigen, großen, verwirrenden Welt bin. Ich kann mir vorstellen, dass sich meine Gedanken und Klänge im Kopf so anfühlen und anhören würden wie bei „Pictures On A Screen“.

Die leisen, trotzdem eher etwas härteren Rhythmen bleiben dann bei Fiora, mit dem fast mantra-artigen „Let It Go By“. Und gehen dann über in das wieder melodiösere, trotzdem mit Beats unterlegten „Wear It Like A Crown“ von Rebekka Karijord. Und nach und nach kommen Streicher hinzu, die Stimme wird kräftiger, um dann wieder leiser zu werden, nur um Schwung zu holen für den nächsten Aufstieg.

Und zum Ende der Liste, mit den beiden letzten Songs, geht es weiter Richtung Gefühl und Intensität. Wallis Bird schön tief und dunkel, teilweise rauh mit „Change“. Nur um ganz zum Schluß zu Versinken in trauriger Erinnerung an „The Broken Circle“ mit „Wayfaring Stranger“. Alle, die den Film kennen, werden es verstehen.

Ich hoffe, ihr genießt die Frauen!

Der Autor

Systemisches - Denken - Wirtschaften

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