#playlist_ 10ForAMonth – October2K16

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Musik

Trotz schöner Sonne draußen und einfach tollem Herbstwetter kommt heute eine etwas eher melancholischere Playlist. Die Listen „arbeiten“ bei mir ja immer eine Zeit lang und sind deswegen eher ein Spiegel der letzten Wochen, manchmal Monate. Melancholisch ist bei mir aber nicht gleichbedeutend mit traurig. Ab und zu ist es einfach schön, an grauen nassen Tagen diese Art von Musik zu hören und sich der dadurch erzeugten Stimmung hinzugeben.

Zugegeben, ein sehr düsterer Anfang. Aber ihr kennt den Hintergrund und bei dieser Geschichte kann man nichts anderes als Düsternis erwarten. Trotzdem mag ich seine Stimme dabei, wie sie trotz allem immer wieder aufhellt. Unglaublich, wie er das schafft.

Beim ersten Hören dachte ich, es wären The National. Umso überraschter war ich, dass es eine Band war, von der ich zumindest bisher noch nichts gehört hatte. Auf Ihrer Seite sehen die Jungs von My Jerusalem ziemlich cool aus und ich freue mich auf mehr von ihnen.

Mein Gott! Wer sollte so einen Titel besser singen können als er, im Alter, die Stimme teilweise brüchig, voller Erfahrungen, ergreifend, liebes- und leidvoll. Schön, dass Will Oldham ihm den Titel dafür überlassen hat.

Unglaublich! Wie konnte man schon 1997 solche Musik machen, die heute immer noch so präsent und hörbar ist. Ich konnte damals nicht genug bekommen…die ganze Platte war damals für mich eine einzige Offenbarung. Seitdem begleiten mich Radiohead, zum Glück immer noch.

Ich finde, One von U2 schließt sich richtig gut an. Es rührt mich bei jedem Hören, egal wie oft, egal seit wann, egal wie lange noch. Es ist einfach furchtbar schön perfekt.

Scheinbar bin ich grad in der 90er Schleife. Der Rolling Stone hatte mich in einer der letzten Ausgaben inspiriert. Es war ein wirklich tolles Musikjahrzehnt. Und REM gehören ganz sicher dazu. Walk Unafraid ist nicht das bekannteste, aber für mich trotzdem eines ihrer schönsten Lieder. Es baut sich auf und nimmt einen mit, gibt einem Mut.

Mit den Tindersticks hatte ich damals ehrlicherweise gar nichts am Hut. Ich kannte sie nicht mal. Dieses Lied hat mich jedoch letztens beim ersten Hören gleich nicht mehr losgelassen. Die Stimme zu Beginn, die später einsetzenden Streicher, der schöne Titel. Alles zusammen einfach passend.

Elliot Smith mit seiner zerbrechlichen Stimme passt heute gut hier rein. Ein wenig wie Waltz #2 ist Between The Bars, immer gut für die Nacht und die Dunkelheit und das Gefühl, manchmal allein zu sein, aber eben nur manchmal.

Der oft lustig aussehende Eels macht ja nicht wirklich „lustige“ Musik. Er hat einfach eine tolle Stimme, bisschen verzweifelt wirkend manchmal, um das traurige Ende wissend und trotzdem weiter gehend.

Und mit dem letzten Lied verlassen wir die 90er und kehren zurück ins Jahr 2016. Avec ist wirklich eine schöne Entdeckung. Mit „Granny“ hatte ich sie schonmal auf einer meiner letzten Listen. Und auch wenn ich gern vermeide, gleiche Künstler zu oft auf einer der Listen erscheinen zu lassen, so konnte ich nicht umhin, die Regel mit diesem Lied zu brechen. Dead schließt die Liste einfach passend für mich ab.

Genießt den Herbst, grau, nass und kalt…aber eben auch bunt!

Der Autor

Systemisches – Denken – Wirtschaften

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